Ferienpass Solothurn

Kinder lauschten dem Akkordeon und konnten gleich selbst Hand anlegen

Im Ferienpass probierten Schüler das spezielle Tasteninstrument aus. Schiefe Töne waren natürlich auch dabei, doch die Motivation der Schüler blieb erhalten.

Knöpfe. Etwas, das auf Kinder eine magische Anziehungskraft ausübt. Ein Akkordeon hat viele davon – wie sich im Ferienpass herausgestellt hat, ist es aber gar nicht so einfach, den richtigen Knopf zu treffen.

Im Kurs «Akkordeon entdecken» konnten die sechs Ferienpass-Teilnehmer das Instrument ausprobieren. Kaum waren die Akkordeons auf dem Schoss der Primarschüler installiert, ertönten schon die ersten eher schiefen Töne durch den Raum am Landhausquai. «Wenn ich die Hand hebe, spielt ihr bitte nicht mehr!», gab Susanne Weber, Akkordeonlehrerin und Leiterin des Kurses deshalb schnell zu verstehen. Schliesslich soll niemand mit dröhnenden Ohren nach Hause gehen müssen.

Von den vielen Knöpfen, die so ein Akkordeon hat, durfte erst einmal nur einer gedrückt werden. Das war für die Ferienpässler aber schon Herausforderung genug, immerhin musste dieser eine Knopf mit dem Finger immer wieder neben all den anderen Knöpfen gefunden werden. Gar nicht so einfach. Wenn es dann aber erst einmal klappte, erklang mit langsamem Aufziehen und Zudrücken des sogenannten Balgs der richtige Ton.

Grosse Augen bei «Heaven»

Robin und Silvana, die Susanne Weber beim Ferienpass assistierten, demonstrierten den Schülern und Schülerinnen mit einem kleinen Konzert, welch grosse Bandbreite an Tönen dem schwerfällig wirkenden Akkordeon entlockt werden kann. Die beiden zeigten auch, dass traditionelle Stücke genau so gut klingen wie moderne Lieder, die man aus dem Radio kennt, wie beispielsweise «Heaven» von Gotthard. Das sorgte bei manch einem Kind für grosse Augen und andächtiges Lauschen. Umso motivierter waren sie danach, «Alle meine Entchen» oder «Bruder Jakob» fehlerfrei spielen zu können.

Susanne Weber nahm sich für jedes der Kinder Zeit und zeigte die richtige Fingerhaltung und wo sich die gesuchten Knöpfe befinden. «Es ist natürlich immer schön, wenn sich nach dem Ferienpass das eine oder andere Kind dazu entscheidet, das Akkordeonspiel zu lernen», sagt sie. Die meisten würden schon vor der dritten Klasse damit beginnen. «Zum Teil haben wir auch musikbegeisterte Kinder, die das Akkordeon als Zweitinstrument lernen möchten», so Weber. Sie führt den Ferienpass jetzt bereits das fünfte Jahr durch.

Teilnehmer Andrin war schon letztes Jahr im Akkordeon-Ferienpass dabei. Lernen will er das Instrument aber trotzdem nicht: «Ich probiere ganz einfach gerne Instrumente aus», sagt Andrin. Am meisten gefallen hat ihm, dass er mit Robin zusammen ein Duett spielen durfte: «Robin hat die Melodie gemacht, und ich durfte die Begleitung dazu spielen», erklärt er. Vielleicht lässt er sich ja eines Tages trotzdem noch für das Akkordeon begeistern.

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