Der Böllerschuss am Freitag punkt 16 Uhr als Auftakt zur Kilbi ist nicht zu überhören. Eine knappe Stunde später warten Vertreter aus Politik, der Gemeindeverwaltung, aus dem Werkhof, sowie Gäste vor Rodolfos Festzelt. Mit heulenden Sirenen naht durchs Kilbigewühl der ausgediente, ehemalige Pikettwagen der Feuerwehr, ein US Dodge Wippen Carry aus dem zweiten Weltkrieg, knallrot aufgemöbelt. Königlich winkend sitzt Kilbikommissionspräsident Richard Kopp in den Lederpolstern. Zum zwölften und letzten Mal präsidiert er heuer die Kilbi. Den Fahnenmarsch singend und eine Biberister und eine Schweizer Fahne schwingend marschiert die Gruppe ins Zelt.

Gemeindepräsident Martin Blaser ehrt den «Mister Kilbi», der sich mit Herzblut für die Dorfkilbi eingesetzt habe. Feierlich bekommt Richard Kopp eine rot-weisse Schleife mit den Jahrzahlen 2005 – 2017 umgehängt. Dass der Biberister Kilbimacher Geselligkeit, Musik, Stimmung und Tanz liebt, ist unschwer zu erkennen. Er bedankt sich mit viel Humor bei allen, die ihm bei der Ausübung seines Amtes geholfen haben, vor allem auch bei Koordinator und Platzchef Willi Marti.

Begegnung der Kulturen

Der warme Freitagabend ist wie gemacht, durch das Kilbigeschehen zu schlendern und sich von verlockenden Düften des abwechslungsreichen Beizli-Angebots verführen zu lassen. Oder aber einfach zum Stehenbleiben, um in der geräuschvollen Musik des Rummelplatzes mit Bekannten ein paar Worte zu wechseln. Dabei ist vom «Octopus» und «Kamikaze» das Gekreische der Wagemutigen zu hören.

Die Geselligkeit bei Musik, Essen, Trinken und Plaudern auszukosten, ist dann am regnerischen Samstag in den Zelten angesagt. Ein Ort der Begegnung unter Kulturen schaffen die Jugendarbeit Biberist/Lohn-Ammannsegg und die Integrationsarbeit Biberist. Hier lockt Kulinarisches aus den entsprechenden Heimatländern der Menschen wie Afghanistan, Iran, Sri Lanka, Türkei, Spanien. Darunter sind klingende Speisenamen wie «Bolani», «Gholab», «Patties», «Koko Sabsi».

Kinderfest mit rund 20 Posten

Der Sonntag meint es wettermässig mit zeitweiligen Sonnenstrahlen wieder besser. Neben den Bahnen erweist sich für die Buben und Mädchen das traditionelle Kinderfest des gleichnamigen Vereins als Zugspferd. An über 20 Posten, hergerichtet vom Gewerbe, den Parteien und Vereinen, dürfen die Kinder ihre Geschicklichkeit und Reaktion testen. Ferner betätigen sie sich als Maler, Goldwäscher, Samariter und Judokas. Wer weiss, vielleicht fliegt sogar der eigene Ballon am Wettbewerb in ungeahnte Weiten und beschert so einen willkommenen Preis. Das Gratis-Zvieri nach dem Parcours macht den Energieverschleiss wieder wett.