Rüttenen
Kesb erläutert Arbeit der eigenen Organisation an SVP-Versammlung

Die Kesb, Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Region, informierte die Mitgliederversammlung der SVP Amtei Solothurn-Lebern über ihre Arbeit, weil in der Presse meist nur über schlechte Tätigkeiten berichtet würden.

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Von links: Peter Christ, Gemeinderat Rüttenen, Werner Ruchti, Ortsparteipräsident, Stefan Armenti, Roberto Conti, Barbara Gloor und Patrik Gfeller.

Von links: Peter Christ, Gemeinderat Rüttenen, Werner Ruchti, Ortsparteipräsident, Stefan Armenti, Roberto Conti, Barbara Gloor und Patrik Gfeller.

zvg

Patrik Gfeller, Präsident der SVP Amtei Solothurn-Lebern, begrüsste die Mitglieder zur Versammlung im Restaurant Post in Rüttenen. Nachdem Nationalratskandidat Roberto Conti für die kantonale Initiative «Für eine gute Volksschule ohne Lehrplan 21» geworben hatte, nutzten die Vertreter der Kesb (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde) Region Solothurn die Chance, ihre Arbeit den SVP-Mitgliedern zu erläutern.

Während Präsidentin Barbara Gloor die Kesb im Grundsatz vorstellte, erläuterte der leitende Vizepräsident Stefan Armenti die Kesb-Tätigkeiten. Armenti sagte: «Was von der Kesb in der Presse berichtet wird, ist nur die Spitze des Eisbergs unserer Tätigkeiten und davon nur der schlechte Teil.» Es war aber genau dieser Teil, der die Anwesenden interessierte. Sie deckten die Referenten mit unzähligen Fragen ein.

2000 Beistandschaften

Was viele nicht wussten, ist, dass zurzeit acht Behördenmitglieder mit Unterstützung von Sekretariatsmitarbeitenden eine Vielzahl von Fällen bearbeiten und unter anderem monatlich 200 bis 220 Gefährdungsmeldungen eingehen. Alleine die Kesb der Region Solothurn beaufsichtigt mehr als 2000 Beistandschaften. Diese Beistandschaften werden nach wie vor von Personen der Gemeinden beziehungsweise Sozialregionen geführt; auch private Beistandspersonen werden nach wie vor eingesetzt. Während im laufenden Jahr 220 neue Massnahmen für Kinder angeordnet wurden, konnten in der gleichen Zeit 189 Massnahmen für Kinder aufgehoben werden.

Für die SVP-Mitglieder zeigte sich, dass Massnahmen auch nach betriebswirtschaftlichen Aspekten beurteilt werden. So sei die junge Organisation Kesb (seit 2013) nicht nur bestrebt, sich zu verbessern, sondern auch die Kosten im Griff zu halten. Längst nicht alle Kantone würden nach dem Modell des Kanton Solothurns arbeiten. In einigen Kantonen wird die Kesb zentral betrieben, was zu einer Entfremdung von den betreuten Personen führen könne und auch in Fehlentscheiden Ausdruck finde. (mgt/uby)