Biberist
Keine zusätzlichen Bushaltestellen für das Schöngrün-Quartier

Der Gemeinderat folgt dem Willen der Bevölkerung und plant die Sanierung der Schöngrünstrasse ohne zusätzliche Bushaltestellen. Mit der Sanierung wird aber die Sicherheit für die Fussgänger verbessert.

Rahel Meier
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Auf die zusätzlichen Bushaltestellen auf der Schöngrünstrasse wird verzichtet.

Auf die zusätzlichen Bushaltestellen auf der Schöngrünstrasse wird verzichtet.

Rahel Meier

Der Neu- und Umbau des Bürgerspitals Solothurn zieht die Umgestaltung der Schöngrünstrasse nach sich. Diese verläuft auf Boden der Stadt Solothurn und auf Biberister Boden. Die Schleife über den heutigen Spital-Parkplatz fällt weg, und die Schöngrünstrasse wird auf der Höhe der Wassergasse begradigt. Deshalb wird die Einfahrt in die Wassergasse (Solothurn) neu gestaltet. Dasselbe soll auch am Lunaweg geschehen (Biberist). Damit kann die Sicherheit für die Kindergartenkinder verbessert werden. Diese müssen heute auf ihrem Schulweg zweimal die Strasse überqueren.

Trottoir soll Sicherheit verbessern

Künftig soll ab Höhe Oberschöngrünstrasse bis hin zum Lunaweg beidseits ein Trottoir geführt werden. Das dafür notwendige Land wird vom Kanton und von der AXA, die die neue Überbauung im Schöngrün realisiert, abgetreten. Die Sanierung kostet rund 860'000 Franken. Der Kanton wird sich finanziell beteiligen, weil er die Umgestaltung durch den Spitalbau ausgelöst hat. Nicht erstellt werden die beiden neuen Bushaltestellen, die von der AXA gewünscht wurden.

Über 70 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Schöngrün-Quartier haben einen Brief an den Gemeinderat Biberist unterschrieben, mit dem gefordert wird, auf den Bau der Bushaltestellen zu verzichten. «Wenn die Bewohner im Quartier sich so negativ gegen die neuen Bushaltestellen äussern, dann werden wir deren Bau sicher nicht einfach durchdrücken», erklärte Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann an der letzten Gemeinderatssitzung. Die Strasse wird aber so ausgebaut, dass die beiden Bushaltestellen zu einem späteren Zeitpunkt doch noch gebaut werden könnten. «Wir planen nicht nur für die nächsten drei, vier Jahre, sondern für die nächsten 20 oder 30 Jahre. Falls die Bushaltestellen von einer späteren Generation als nötig erachtet werden, dann wäre deren Realisierung weiterhin möglich», erklärte Hug-Portmann.

Der Gemeinderat stellte sich hinter das Bauprojekt. Diskutiert wurde einzig über den Fussgängerstreifen bei der Oberschöngrünstrasse und die Mittelinsel. «Eine Mittelinsel ist heute Vorschrift», so Baukommissionspräsident Uriel Kramer. Die CVP forderte darauf, die Insel zu verkleinern, was aber mit 4:7 Stimmen abgelehnt wurde. Das Projekt wird nun überarbeitet und später öffentlich aufgelegt.

Anzahl Schulkinder nimmt stetig zu

Der Gemeinderat hat zudem die Pensenplanung für die Gemeindeschule und die Kreisschule genehmigt. Dabei zeigt sich, dass im Kindergarten und in der 1. Klasse viele Kinder eingeschult werden und der Klassendurchschnitt auf dieser Stufe recht hoch ist. In der Kreisschule nimmt der Anteil an Sek B-Schülern stetig zu und der Anteil an Sek E-Schülern eher ab. Die Anzahl der Lektionen bleibt für das kommende Schuljahr auf beiden Schulstufen gleich hoch wie im laufenden Schuljahr.