Zuchwil

Keine neue Heimat für Tennisspieler: Dem Tennisclub Widi misslingt die Fusion

Die bestehende Anlage des Tennisclubs Widi. (Archivbild)

Die bestehende Anlage des Tennisclubs Widi. (Archivbild)

Die Verhandlungen mit der Tennisabteilung des Sportclubs Scintilla in Zuchwil scheiterten. Nun stehen neue Verhandlungen mit neuen Clubs an.

Der Eisstockverein Widi, der Fussballclub Zuchwil und der Tennisclub Widi müssen die Widi verlassen, nachdem die Einwohnergemeinde diese an die Swiss Prime Site verkauft hat. Die Eisstockschützen und die Fussballer haben eine neue Heimat gefunden, nicht aber die Tennisspieler.

Es bestand die Absicht einer Fusion mit der Tennisabteilung des Sportclubs Scintilla AG, der neben der Kebag eine Anlage mit Fussballfeld und Tennisplätzen betreibt. Zwischen Gemeinde und Scintilla AG bestand gar eine Absichtserklärung, diese Lösung anzustreben. Auch mit dem Tennisclub hat die Gemeinde eine Absichtserklärung ausgehandelt, die Fusionsgespräche zwischen Tennisclub Widi und Tennisabteilung des Sportclubs Scintilla beinhaltet, sowie ein Raumprogramm für ein neues alleinstehendes Klubhaus definiert.

Gemeinderat genehmigt Suche nach neuer Lösung

Die Ausgangslage schien optimal für eine Fusion, zumal dem Tennisclub Widi bis zu einer halben Million Franken in Aussicht gestellt worden waren für Fusion und neue Anlage. In diese Grössenordnung wurde die bisherige Anlage geschätzt. Die Verhandlungen sind aber nicht von einem Erfolg gekrönt. Im Gegenteil: An der letzten Gemeinderatssitzung wurde ein Antrag des Tennisclubs behandelt, der es dem Tennisclub Widi ermöglicht, sich bei einem frei zu wählenden regionalen Tennisklub einzukaufen. Der Antrag wurde genehmigt. Über das neue Kostendach wurde Stillschweigen vereinbart.

Viele Gründe liessen Fusion platzen

Die Gründe für das Scheitern der Verhandlungen mit dem Sportclub Scintilla sind vielfältig. Laut TC Widi-Präsident Hans Lüthi beginnen die Probleme schon im eigenen Haus. Denn die Fusion mit der Tennisabteilung des Sportclubs Scintilla lehnte ein ansehnlicher Teil der Mitglieder ab. «Wir wären wohl mit einem reduzierten Tennisclub in die Fusion gegangen», erklärt Hans Lüthi.

Mit ein Grund für das Scheitern sei wohl auch die lange Zeit der Verhandlungen gewesen, wie der Klubpräsident anführt. Hätten zu Beginn die Vertreter des Sportclubs Scintilla, die bei einer Fusion nötig gewordenen baulichen Veränderung noch sehr positiv beurteilt, änderten sich mit der Zeit die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, so Lüthi. Und damit auch die finanziellen Möglichkeiten der Scintilla AG. Denn die halbe Million Franken hätte nicht gereicht, um das Projekt eines neuen Klubhauses und eines zusätzlichen Tennisplatzes zu realisieren. Es hätte einen substanziellen Beitrag der Firma gebraucht, den man nicht einfach auch noch bei der Einwohnergemeinde abholen wollte.

Dazu kamen atmosphärische Störungen, die dem Projekt einer Fusion nicht förderlich waren. So wurden im letzten Jahr die umliegenden Bäume und Hecken abgeholzt, was bei einigen Mitgliedern des Tennisclubs Widi nicht gut ankam und im Gemeinderatsantrag mit «Verlust des Wohlfühlens in der neuen Heimat» umschrieben wurde.

Neue Verhandlungen mit neuen Klubs

Heute nun findet die Schlusssitzung der Arbeitsgruppe statt, die die Verhandlungen zwischen der Einwohnergemeinde Zuchwil, der Scintilla AG und dem Tennisclub Widi führte. Der Tennisclub Widi will nun neue Verhandlungen mit anderen Tennisklubs aus der näheren Region starten. Mit welchen will Hans Lüthi noch nicht verraten, erwähnt aber, dass der TC Widi auch schon angefragt wurde.

Mit dem Einkauf sollen beide Parteien profitieren. Einerseits der neue Tennisklub, der Bargeld erhält, andererseits die Mitglieder des Tennisclubs Wi-di, die im neuen Klub über mehrere Jahre tiefere Mitgliederbeiträge zahlen müssten. Diese waren bisher beim Tennisclub Widi im Vergleich mit anderen regionalen Klubs um einiges günstiger.

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