Flumenthal
Keine Einigung bei Bahnübergängen erzielt

Zum Projekt Sanierung der Bahnübergänge der Aare Seeland mobil (asm) in Flumenthal fanden diese Woche Einspracheverhandlungen statt. Dabei wurde keine Einigung erzielt.

Urs Byland
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Einer der sanierungsbedürftigen Bahnübergänge beim «Bipperlisi» in Flumenthal.

Einer der sanierungsbedürftigen Bahnübergänge beim «Bipperlisi» in Flumenthal.

Urs Byland

Die schweizweite Sanierung der Bahnübergänge ist in Verzug. Auf dem Netz der Schweizerischen Bahnunternehmungen existieren noch über 4650 Bahnübergänge. Zirka 750 davon entsprechen nicht den geltenden Bestimmungen und sind somit sanierungsbedürftig. Die Verantwortung für die Sicherheit dieser Bahnübergänge liegt in erster Linie bei den Bahnunternehmungen. Eigentlich hätten diese bis Ende 2014 saniert sein müssen. Der Bund hat Ende 2014 die Frist nochmals um ein Jahr verlängert. Das Beispiel Flumenthal zeigt, dass der Verzug auch mit Widerstand gegen die erarbeiteten Lösungen zu tun hat.

Zum Projekt Sanierung der Bahnübergänge der Aare Seeland mobil (asm) fanden diese Woche Einspracheverhandlungen statt. Dies ohne die Gemeinde, die sich mit der asm auf ein Projekt geeinigt hatte, das für die Gemeinde keine Kostenfolge hat.

Daniel Nadig, asm-Projektleiter, berichtet, dass keine Einigung erzielt werden konnte. Das überrascht nicht. Die asm hat das mit dem Gemeinderat abgestimmte Projekt eingereicht, das die Aufhebung aller vier Bahnübergänge bis auf einen, den bei der Kreuzgasse, vorsieht. Dieser soll mit Schranken sowie einem separaten Durchgang für die Fussgänger gesichert werden.

Die Einsprecher wollen zur Hauptsache zwei weitere Bahnübergänge im Dorf haben. «Jeder Bahnübergang hat ein Gefahrenpotenzial, deshalb streben wir natürlich die Aufhebung möglichst vieler Bahnübergänge an», erklärt Nadig. Die entstehenden Umwege seien klein und würden innerhalb der Normen liegen. «Ich bin sicher, dass sich die Situation einpendeln und bald kein Problem mehr darstellen wird.»

Das Bundesamt für Verkehr wird nun die Einspracheverhandlung protokollieren und den Parteien nochmals zur Stellungnahme unterbreiten. Anschliessend folgt ein Entscheid.