Recherswil
Keine ausserordentliche Versammlung: Die Arbeitsgruppe braucht mehr Zeit

Keine ausserordentliche Versammlung in Recherswil. Geplant sei, die inhaltliche Arbeit zur Erarbeitung neuer Vorschläge für die Überprüfung der Organisationsstruktur bis Ende dieses Jahres abzuschliessen und dann bis zur Gemeindeversammlung im Juni die weiteren Projektschritte anzugehen.

Rahel Meier
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Gemeinde Recherswil

Gemeinde Recherswil

Rahel Meier

Mitte August hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe (AG) zur Erarbeitung neuer Vorschläge für die Überprüfung der Organisationsstruktur eingesetzt. Vier Gemeinderäte, bei drei Enthaltungen, sprachen sich damals dafür aus, dass die Arbeiten so gemacht werden sollen, dass im März 2018 eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberufen werden kann. Nach fünf Sitzungen hat die AG nun aber erklärt, dass sie mehr Zeit braucht, um alle wichtigen Stellen miteinbeziehen zu können. Immerhin, so die Arbeitsgruppe in ihrem Antrag an den Gemeinderat, sei die Vorlage im letzten Juni unter anderem gescheitert, weil der Zeitdruck zu gross war, um das Geschäft gut genug vorzubereiten. Geplant sei, die inhaltliche Arbeit bis Ende dieses Jahres abzuschliessen und dann bis zur Gemeindeversammlung im Juni die weiteren Projektschritte anzugehen.

Detailliert erfassen

Um besser beurteilen zu können, in welchen Bereichen die Angestellten auf der Verwaltung überlastet sind und wo sie schwergewichtig Entlastung benötigen, möchte die AG Reorganisation, dass die Verwaltungsangestellten ihre Arbeiten für eine gewisse Zeit detailliert erfassen. Bisher gibt es in Recherswil eine normale Stundenerfassung ohne Spezifikation und Detaillierung. Dazu genüge, so die AG, eine einfache Excel-Grunddatei. Es müsse kein Zeiterfassungssystem angeschafft werden.

Für die AG Reorganisation stellt die Erfassung der Arbeiten der Verwaltungsangestellten in den Kernfunktionen Gemeindeschreiberei, Finanzverwaltung und Bauverwaltung eine wesentliche Grundlage für die Ressourcensteuerung dar. Allenfalls kann die Erfassung später auch auf den Werkhof ausgedehnt werden. Die Arbeitsgruppe geht davon aus, dass die detaillierte Zeiterfassung nach rund sechs Monaten wieder beendet werden kann.

Als Letztes hat die AG Reorganisation den Gemeinderat gebeten, einen Nachtragskredit von 10'000 Franken für die externe Begleitung durch die Firma agetConsult zu genehmigen.

Solardächer möglich?

In Zusammenhang mit dem Neubau des Kindergartens kam das Thema Fotovoltaik-Anlage zur Sprache. Im Kredit ist kein Betrag für die Realisierung einer solchen Anlage enthalten. Der Gemeinderat hat nun aber einen Planungskredit von 10'000 Franken gesprochen, damit abgeklärt werden kann, ob es Sinn machen würde, auf einer Gemeindeliegenschaft eine Fotovoltaik-Anlage zu realisieren und wie diese auch sinnvoll genutzt werden könnte. Mit einbezogen werden sollte auch das Dach des Feuerwehrgebäudes, das in absehbarer Zeit saniert werden muss.