Der Wunsch des FC Riedholz, weiteres Land für den Fussballsport zu bekommen, ist letzten Endes abhängig vom Verkaufswillen der Eigentümer. Aktuell hat der Klub ein Spielfeld und westlich davon ein Trainingsgelände (GB-Nr. 261), auf dem wegen der mangelnden Grösse maximal Juniorenspiele ausgetragen werden können. Im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision hätte etwas Bewegung in die Sache kommen sollen, sprich der Wunsch des FC Realität werden.

Aber wie es nun aussieht, wird nicht viel Entscheidendes möglich. Die Ortsplanungskommission empfiehlt dem Gemeinderat die Einzonung des Trainingsgeländes (heute Reservezone) in die Zone für öffentliche Bauten – wenn die Gemeinde das Landstück kaufen kann. Hier befürchtete man, dass die bisherige Nutzung als Trainingsgelände illegal sei.

Nachfragen beim Kanton hätten aber ergeben, dass die Nutzung als Trainingsgelände inzwischen Gewohnheitsrecht darstelle. Sollte also ein Kauf durch die Gemeinde nicht zustande kommen und damit die Einzonung obsolet werden, könnte trotzdem weiter auf dem Areal trainiert werden und neuerdings sogar legal in Anwendung des Gewohnheitsrechtes.

Vonseiten des Eigentümers besteht eine klare Verkaufsabsicht. Demnach müssen sich Gemeinde und Eigentümer nur noch über den Preis einigen.

Mit der gleichen Preisvorstellung will man auch an die Eigentümer des nördlich an das FC Riedholz-Spielfeld anschliessenden Landstückes (GB-Nr. 56) herantreten. Damit hätte man ein halbes Spielfeld auf sicher. Aber hier gehen die Preisvorstellungen der Eigentümer weit über die Möglichkeiten der Gemeinde hinaus.

Der Gemeinderat hat sich nun darauf geeinigt, nochmals einen Versuch zu unternehmen, eben mit dem gleichen Preisangebot wie bei GB-Nr. 261. Aber man ist sich ziemlich sicher, dass die Eigentümerschaft nicht einlenkt, obwohl keine Aussicht besteht, dass die Parzelle künftig in die Bauzone aufgenommen wird. Sollte ein Kauf doch noch zustande kommen, würde auch diese Parzelle in die Zone für öffentliche Bauten eingezont werden.

Das anschliessende Grundstück GB-Nr. 57 bleibt Landwirtschaftsland. Es wäre die zweite Hälfte des zusätzlichen Spielfeldes gewesen, aber die Eigentümerin ist nicht gewillt, die Parzelle zu verkaufen. Der Vorschlag einer Enteignung ging dem Gemeinderat dann doch zu weit.

Eine effiziente Verwaltung

Vor sieben Jahren erfolgte eine Überprüfung der Verwaltung. In der Zwischenzeit ist in Riedholz nicht nur die Bevölkerung gewachsen – Fusion mit Niederwil – sondern auch der Aufgabenberg angestiegen, beispielsweise mit der Entwicklung von Attisholz Nord.

Erneut soll die Verwaltung überprüft werden. Die Konsequenzen aus der letzten Überprüfung wurden zu spät angegangen, so Vizegemeindepräsident Beat Graf. Diesen Fehler will man vermeiden.

Zudem soll eine neue externe Firma die Überprüfung durchführen, was eine neutrale Sicht der Dinge garantiere. Um den Prozess voranzutreiben wurde ein dringlicher Nachtragskredit von 24'400 Franken beschlossen. Damit soll eine Arbeitsplatzanalyse und -bewertung der Verwaltung inklusive der Bauverwaltung erfolgen. Zur von Michel Aebi geäusserten Kritik, dass nach der Analyse keine weitere Begleitung durch die externe Firma vorgesehen sei, sagte Martin Reber: «Da sind wir gefordert.»