Langendorf

«Kein Katzenheim»: Die beiden Migros-Büsis haben jetzt Hausverbot

Kunden fragen sich, wo die beiden Katzen geblieben sind, die sonst in der Migros Langendorf ein und ausgegangen sind. Man ist zum Schluss gekommen, dass ein Einkaufszentrum kein Katzenheim ist. Für Max und Hugo wird eine neue Lösung gesucht.

«Um Himmels willen! Max und Hugo sind doch nicht etwa ‹entsorgt› worden?», fragt sich Urs Hertig. Er und seine Frau haben die Tiere, «die einfach zum Migros dazugehören», beim Einkauf in den letzten beiden Wochen nirgends gesehen. Jetzt fragen sie sich, was mit den Katzen geschehen ist. «Sie haben doch niemandem etwas zuleide getan», meint Urs Hertig.

Dass Max und Hugo zum Inventar gehören, sagte auch Martin Bobst, stellvertretender Supermarkt-Leiter, noch vor einigen Wochen. Damals sprach die ganze Schweiz über die beiden Migros-Katzen, die bereits seit ungefähr zwei Jahren im Migros Ladedorf ein und aus gehen. Bobst gab an, dass sich an der Situation auch nichts ändern müsse – zumindest solange die Geschäftsleitung hinter den Katzen stehe. Ein Hygiene-Problem sah er nicht.

Migros-Katzen haben Hausverbot

Migros-Katzen haben Hausverbot

Seither hat sich aber etwas getan. Die Katzen haben jetzt quasi Hausverbot. Doch wieso kam es überhaupt soweit? Bisher schienen Max und Hugo doch kein Problem darzustellen. Im Gegenteil: Viele freuten sich bei ihrem Besuch in der Migros auf die Begegnung mit den roten Tigern. Das ist auch der Migros bekannt. Allerdings wissen die Verantwortlichen auch von negativen Stimmen. «Wir haben enorm viele positive Reaktionen erhalten, aber zu Recht auch Rückmeldungen von Leuten, die sich daran stören, dass wir die Katzen vorübergehend bei uns dulden», erklärt auf Anfrage Reto Wüthrich, Mediensprecher der Migros Aare. Gerade für Allergiker könnten die Katzen ein Problem sein.

Kein Katzenheim

Angefangen hatte es für Max und Hugo ganz harmlos. Zu Beginn trieben sich die beiden vor allem draussen herum. Kunden begannen, sie im Restaurant zu füttern. Mit der Zeit gab es dann Personen, die extra Katzenfutter mitbrachten.

Das Problem spitzte sich zu, als sich die roten Tiger in den letzten Monaten immer weiter ins Einkaufszentrum vorwagten. Vier Mal lösten sie den Alarm aus, als sie nachts im Gebäudeinnern herumschlichen. Dies kam vor allem im Winter und bei garstigem Wetter vor. Eine teure Angelegenheit, kostet doch der Einsatz bei einem Fehlalarm 500 Franken.

Die Alarmmeldungen riefen die Qualitätssicherung der Migros auf den Plan. Man entschied sich, dass es für die Tiere am besten wäre, eine andere Lösung zu finden. «Wir haben mit dem Besitzer Kontakt aufgenommen», sagt Reto Wüthrich. «Uns ist es ein Anliegen, dass die Katzen an einem Ort zu Hause sind, der katzengerecht ist.» Trotz «Jöö-Effekt» sei ein Einkaufscenter kein Katzenheim.

Die Hauswarte haben in den letzten Wochen übrigens katzentechnisch aufgerüstet: Solange die Katzen noch in Langendorf sind, schauen die Hauswarte nun bei ihrem letzten Center-Rundgang am Abend an den Lieblingsplätzen der Katzen nach, so dass sichergestellt werden kann, dass die beiden nicht versehentlich eingeschlossen werden.

Auch auf Twitter machten die Katzen ihre Runde:

Tweet über Migros-Katzen

Tweet über Migros-Katze

Beitrag von TeleM1:

Diese Katze lebt in der Migros Langendorf

Als die Katzen ihre Tage noch im Migros Langendorf verbringen durften

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