Mit dem Abtritt von Martin Blaser geht in Biberist eine freisinnige Ära zu Ende. Seit 28 Jahren liegt das Gemeindepräsidium in den Händen der FDP. Doch die Partei findet partout keine Kandidatur für die bevorstehenden Wahlen.

An der Parteiversammlung vom Mittwochabend informierte Ortsparteipräsident Jan Noordtzij, dass sich niemand zur Verfügung stellt. Zwar bleibt bis am 27. März Zeit, eine Person zu finden. Innerhalb der Partei glaubt man aber kaum mehr jemand daran.

Stimmfreigabe beschlossen

Die Parteileitung beantragte den rund 20 Parteimitgliedern, eine gemeinsame bürgerliche Kandidatur zu unterstützen. Damit soll verhindert werden, dass die SP auf den obersten Sessel in der Gemeinde gelangt. Von den Sozialdemokraten stehen Simon Bürki und Stefan Hug-Portmann bereit. Von einem Schulterschluss wollte allerdings eine Mehrheit nichts wissen. Denn von der SVP steht Markus Dick in den Startlöchern.

Im Falle einer ausdrücklichen Unterstützung seitens der FDP würde er kandidieren, teilte Noordtzij mit. Intensiv wurde am Mittwochabend über eine Unterstützung Dicks diskutiert. Dieser polarisiert aber aufgrund seiner dezidierten Oppositionspolitik zu stark. Die FDP beschloss für die Gemeindepräsidiumswahlen Stimmfreigabe.

Acht Kandidaturen für den Gemeinderat

Erfreulicher präsentiert sich die Situation für die FDP im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen. Acht Kandidatinnen und Kandidaten ziehen in den Wahlkampf um die elf Sitze. Nominiert wurden Stephan Vögeli und Stefan Bühler (bisher), Jan Noordtzij, Sabrina Weisskopf, Konrad Gisler, Lukas Lohm, Manuela Misteli und Karin Studer.

Konrad Gisler, Manuela Misteli, Stephen Vögeli, Sabrina Weisskopf, Karin Studer, Stefan Bühler, Lukas Lohm, Jan Noordtzij (v.l.)

Konrad Gisler, Manuela Misteli, Stephen Vögeli, Sabrina Weisskopf, Karin Studer, Stefan Bühler, Lukas Lohm, Jan Noordtzij (v.l.)