Jürg Froelicher kommt kurz vor dem Mittag aus einer Sitzung, als er von seiner Sekretärin über den Tod des Wildhüters K.F. erfährt. Der Riedholzer war dem Vorsteher des Amts für Wald, Jagd und Fischerei zwar nicht unterstellt - ein Wildhüter nimmt die Aufgaben fürs Jagdrevier wahr -, der Kantonsoberförster kannte ihn aber seit Jahren. «In der Jagd-Gilde kennt man sich», so Froelicher. F. sei auch immer wieder mal auf dem Amt vorbeigekommen. 

Der 75-jährige Riedholzer sei eine weitherum bekannte Persönlichkeit gewesen. Das hänge mit dem Jagen, der Tätigkeit in der Jagdprüfungskommission, aber auch mit seinem Geschäft in Solothurn zusammen. «Viele Jäger kannten ihn durch sein Waffengeschäft», weiss Froelicher. «F. war sehr engagiert.»  

Wildhüter wird in Riedholz von Zug erfasst und stirbt

Wildhüter tödlich von Zug erfasst

Wildhüter rücken aus, wenn angefahrene Tiere gemeldet werden - oftmals in der Nacht. Froelicher ist seit knapp 10 Jahren Vorsteher des Amts für Wald, Jagd und Fischerei. In dieser Zeit sei ihm kein so gravierender Unfall bekannt, in den ein Wildhüter involviert war. Zum Unfall vom Mittwochmorgen will er sich nicht direkt äussern. Das sei Sache der Polizei.

Er kann sich aber nur schwer vorstellen, wie es zur Tragödie kam. «F. kannte die Gegend sehr gut.» Er sei sicherlich schon oft an der Baselstrasse wegen verletzter Tiere im Einsatz gestanden, denn da gebe es viele Wildunfälle. «F. kannte die Risiken und Gefahren gut.» 

Die Betroffenheit in F.s Jagdrevier 8 ist gross. Der langjährige Wildhüter wird rundum als zuverlässig, engagiert und beflissen beschrieben.

K.F. wurde am Mittwochmorgen, um zirka 6 Uhr in der früh, auf der Suche nach einem verletzten Reh vom «Bipperlisi» erfasst und tödlich verletzt. Die Polizei wurde kurz vorher von einem Autofahrer informiert und hat F. anvisiert. (ldu)