Einen schweren Stand hatte Anita Hug Mbungu, Ressortleiterin Gesundheit und Soziales inklusive Asyl, im Gemeinderat mit ihrem Antrag. Und dies, obwohl sie zwei Varianten für die künftige Ausrichtung des Asylwesens vorstellte. Soll dieses weiterhin unter der Führung der Leitgemeinde Biberist stehen, sei eine weitere Zentralisation unausweichlich. Dies würde eine personelle Anpassung bedingen.

Andernfalls, das wäre dann die Variante B, müssten die Gemeinden der Sozialregion Biberist-Bucheggberg-Lohn-Ammannsegg die Regionalisierung des Asylwesens rückgängig machen. Nicht mehr möglich sei, wie es aktuell organisiert ist, mit der administrativen Federführung der Asyldossiers durch Biberist aber der konkreten Betreuung durch den Asylkreis Unterbucheggberg.

Diese teilweise Regionalisierung wurde seinerzeit gewählt, weil man die Nähe der Betreuer im Bucheggberg schätzt, man aber trotzdem von der Gutschrift von 1500 Franken pro Dossier pro Jahr aus dem Lastenausgleich profitieren wollte. Wenn sich Buchegg für die Variante B entscheide, also die Rücknahme des Asylwesens in die Verantwortung der Gemeinde, würden 1500 Franken pro Dossier pro Jahr entfallen.

«Wissen, was Sache ist»

In der Diskussion des Antrages wurde klar, dass der Gemeinderat die aktuelle Lösung weiterführen möchte. Man habe meist gute Erfahrungen mit dem mandatierten Betreuer gemacht, erklärte Bruno Bartlome. Niklaus Fischer zeigte sich überzeugt, dass mit einer Zentralisierung die Kosten steigen würden. Und auch Gemeindepräsidentin Verena Meyer sprach sich für die aktuelle Aufgabenverteilung aus.

Anita Hug Mbungu erklärte, sie bringe diese Varianten nur, weil der Kanton die aktuelle Situation nicht mehr toleriere. Und weil der Kanton von einer Verringerung der Asylzahlen ausgeht, sei eine weitere Zentralisierung angebracht. Aber auch sie sei eigentlich für die Beibehaltung der aktuellen Situation.

Samuel Marti hakte hartnäckig nach, warum denn die aktuelle Situation nicht mehr toleriert werde. Worauf die Gemeindepräsidentin einen entscheidenden Input gab. Man habe an einer ausserordentlichen Gemeindepräsidentensitzung zu diesem Thema erfahren, dass der Verantwortliche des Kantons unterschiedliche Angaben mache. «Deshalb haben wir von Claudia Hänzi, Chefin des Amtes für soziale Sicherheit, eine verbindliche Antwort verlangt. Wir wollen wissen, was Sache ist.»

Damit war dem Gemeinderat klar, dass zu den beiden beantragten Varianten eine weitere Variante gestellt wird, nämlich Beibehaltung der aktuellen Situation, für welche er sich auch einstimmig aussprach. Sollte der Kanton diese nicht tolerieren, wird neu diskutiert und entschieden.

Beitrag für Emmesteg

Nachbargemeinde Bätterkinden bittet Buchegg um einen Beitrag für den Neubau des Emmestegs. Die alte Brücke wurde 2007 gebaut. Sie ersetzte die alte Stahlseilbrücke aus dem Jahr 1929, die zwei Jahre zuvor wegen eines Unwetters unpassierbar wurde. Die Brücke wurde aber unter Zeitdruck qualitativ billig gebaut und sei in Bezug auf die Statik eine Fehlkonstruktion. Sie halte maximal noch zwei Jahre.

Eine Sanierung der Brücke würde voraussichtlich 750'000 bis 850'000 Franken kosten. Deshalb hat sich der Gemeinderat von Bätterkinden gleich für einen Neubau für 1,233 Mio. Franken ausgesprochen, wobei auch die Nachbargemeinden um einen Beitrag angefragt werden.

Im Gemeinderat wird hervorgehoben, dass die Einwohner im unteren Teil des Dorfes diesen Emmesteg rege nutzen. Mit 4 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung sprach sich der Gemeinderat für einen einmaligen, freiwilligen Beitrag in der Höhe von 34'575 Franken aus. Dies entspreche 3 Metern des Neubaus des Emmestegs.