Schwer tat sich Gemeindepräsidentin Jasmine Huber damit, auch die letzte noch vorgesehene Einzonung im Gebiet Viertel ad acta zu legen. Laut Pia Ringenbach, Präsidentin der Ortsplanungskommission, seien vom Kanton deutliche Zeichen gekommen, auf diese Einzonung zu verzichten. Eine Einzonung sei aufgrund des fehlenden Baulandbedarfs nicht recht- und zweckmässig. «Ich bin sauer», erklärte Huber verärgert. «Wir geben viel Geld aus für die Erarbeitung einer neuen Ortsplanung, aber wir können nichts einzonen.» Für die vorgesehenen Einzonungen seien beispielsweise Vorverträge mit den Landbesitzern ausgehandelt worden. «Das wird alles hinfällig.»

Ringenbach wies darauf hin, das der Kanton grundsätzlich sehr restriktiv sei mit Einzonungen. «Zudem gibt es bereits zwei Bundesgerichtsurteile, die vorgesehene Einzonungen nicht zuliessen.» Weiter verfügt Riedholz nach wie vor über die Wiese im Zentrum, die vierstöckig überbaut werden könnte, aber ein Sanierungsproblem ist.

Nicht alle im Gemeinderat teilten Hubers Ärger. «Für mich war von Anfang an klar, dass wir keine Einzonungen erhalten werden», erklärte Michel Aebi. «Mit dem Areal Attisholz Nord sind wir in einer privilegierten Lage. Deshalb ist das nicht so schlimm.» Der Gemeinderat verzichtet mit sechs zu einer Stimme (von der Gemeindepräsidentin) auf die Einzonung, will das Gebiet aber der Reservezone zuweisen. Diese Änderung muss wie die übrigen nochmals öffentlich aufgelegt werden. Im darauf folgenden Genehmigungsantrag an den Regierungsrat sei zudem zu fordern, dass der Stellenwert dieser Reservezone als längerfristiges Entwicklungsgebiet für dichteres Wohnen im Regierungsratsbeschluss entsprechend festzuhalten sei. In der Praxis hält der Kanton die Gemeinden an, in der Ortsplanungsrevision Reservezonen zu überprüfen und im Regelfall darauf zu verzichten.

Verkehrssicherheit im Dorf

Im März organisierte der Gemeinderat eine Mitwirkung zum Thema Verkehrssicherheit. Im April hat die Planungskommission einen Vorschlag zur Umsetzung zum Vorgehen festgelegt. Nun konnte der Gemeinderat über die vier Vorschläge entscheiden. Konsequent umgesetzt werden soll der Rechtsvortritt. Weiter sollen die Sichtverhältnisse an Kreuzungen verbessert werden. Drittens schlägt die Kommission vor, die Parkverbote auch anzuwenden. Und die Kommission will neuralgische Bereiche detailliert anschauen und mögliche Projekte ausarbeiten. Zwei Gegenanträge von Ersatzgemeinderat Pascal Rüede (nur drei Punkte ausführen) und Michel Aebi (Umformulierung des Antrags) wurden abgewiesen. Letzterer knapp mit Stichentscheid der Gemeindepräsidentin.