Zu wenig Einnahmen

Kann Schnottwiler Chilbi-Kaffeestube weiter durchgeführt werden?

Trotz vieler Leute an der Chilbi jammern die Vereine, dass die Kaffeestube nicht rentiert, und möchten deren Betrieb deshalb aufgeben.

Trotz vieler Leute an der Chilbi jammern die Vereine, dass die Kaffeestube nicht rentiert, und möchten deren Betrieb deshalb aufgeben.

Die Vereine, welche die Chilbi-Kaffestube alljährlich durchführen, beklagen sich, dass diese nicht rentiere. Nun das Thema ausdiskutiert werden. Man hofft, eine längerfristige Lösung zu finden.

«Wir werden die Chilbi-Kaffeestube nicht sterben lassen», versicherte Gemeindepräsident Jürg Willi an der Gemeinderatssitzung. Wie lange es die Chilbi bereits gibt, scheint niemand genau zu wissen. Aber dass die Kaffeestube von Anbeginn an auf dem Platz vor dem Gemeindehaus stand, weiss jedermann. Im jährlichen Turnus wechseln sich die Vereine beim Betreiben des Beizlis ab. Aber so sicher wie die Chilbi jedes Jahr kommt, so sicher kommt auch das Gejammer, dass der Betrieb für die durchführenden Vereine nicht rentiere, und dass sie die nötigen Leute nicht auftreiben können.

Nun erhielt der Gemeinderat aus heiterem Himmel ein Schreiben von vier Vereinspräsidenten, welche die Kaffeestube beerdigen wollen. Der Gemeinderat zeigte sich sehr erstaunt, war doch dieses Ansinnen an der letzten Sitzung des Vereinskartells mit keinem Wort erwähnt worden. Roger Ritz von der Chilbikommission und Suppleant im Gemeinderat vermutet einen Zusammenhang mit der Absage an das Kartell, das den Standort der Kaffeestube auf den Postplatz verlegen wollte. «Dies nehmen sie nun als Vorwand, um der Chilbikommission die Schuld an der Abschaffung in die Schuhe schieben zu können», mutmasste Ritz.

Zur Not würde er die Organisation einmalig auf privater Basis in die Hand nehmen. Doch zuvor soll das Thema an einer Vereinskartell-Sitzung ausdiskutiert werden, um eine längerfristige Lösung zu finden.

Eine neue Delegation

Keine zwei Minuten dauerte es, bis eine dreiköpfige «Jugend-Delegation» auf die Beine gestellt war. Diese soll sich um die Verwendung der Zinsen der Stiftung Mollet und Suter kümmern. Verschiedene Vereine hatten dem Gemeinderat Anträge zur Verwendung der Gelder unterbreitet.

Der Zirkus «Wunderplunder» war auf der Liste, ein Jugend-Turn-Weekend, die Abgabe von Chlausesäckli am Chlausesingen oder ein Zustupf an den Musikunterricht. «Der Gemeinderat ist nicht das richtige Gremium, um darüber zu befinden», sagte Jürg Willi. Nun soll die eben geschaffene Delegation die Anträge entgegennehmen, prüfen und einen Entscheid fällen.

Doppelt gemoppelt?

Mit Erstaunen nahm der Gemeinderat zur Kenntnis, dass die Familienberatung Bucheggberg-Wasseramt ihre Pensionskasse mithilfe der Zweckverbände ausfinanzieren will. In einem Brief bittet die Institution die Gemeinden um eine Stellungnahme dazu. Schnottwil müsste als Mitglied des Zweckverbandes einen zusätzlichen Betrag von 6600 Franken bezahlen. Nun fragt sich der Gemeinderat, ob sich dahinter nicht eine doppelte Zahlung verberge, da sie doch bereits für die Ausfinanzierung der Pensionskasse des Kantons einbezahlten. Erkundigungen bei anderen Gemeinden und auch beim VGGB ergaben, dass niemand wusste, worum es dabei genau geht.

Eine ernsthafte Stellungnahme bedürfe weiterer Abklärungen, meinte Willi. Die naheliegendste Antwort, «Wir haben kein Interesse», wäre wohl nicht im Sinne des Antragstellers, schätzte der Gemeindepräsident.

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