Hubers
Kammersrohr ist beim Nachbarn Hubersdorf herzlich willkommen

Der Gemeinderat von Hubersdorf hat die Wahl von Gregor Schneiter ins Amt des Gemeindepräsidenten geebnet. Der Rat steht der Fusion mit Kammersrohr grundsätzlich positiv gegenüber.

Urs Byland
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Kammersrohr ist die kleinste und steuergünstigste Gemeinde im Kanton.

Kammersrohr ist die kleinste und steuergünstigste Gemeinde im Kanton.

Hanspeter Bärtschi

Der Gemeinderat hat die Wahl von Gregor Schneiter validiert. Schneiter war der einzige Kandidat für das Amt des künftigen Gemeindepräsidenten und ist in stiller Wahl gewählt worden.

Der amtierende Gemeindepräsident Andreas Rüegger demissioniert auf Ende Jahr. Gregor Schneiter (1952) erklärt auf Anfrage, dass er voraussichtlich anderthalb Amtsperioden das Gemeindepräsidium besetzen wolle. Die Gemeinde sei ein attraktiver Lebensraum und die Bewohner bildeten eine funktionierende Gemeinschaft.

Die Arbeit des Gemeindepräsidenten beinhalte viele Parallelen zu seiner heutigen Tätigkeit. «Daher kann ich sicher zum Wohle der Gemeinde beitragen.» Schneiter ist Kadermitglied bei der Kantonspolizei, wo er voraussichtlich Ende 2016 in Rente gehen will.

Viel gemein mit Kammersrohr

Der Gemeinderat hat die Heiratsabsichten von Kammersrohr diskutiert. «Wir stehen der Fusionsabsicht grundsätzlich positiv gegenüber», erklärt Gemeindepräsident Andreas Rüegger. «Wir haben viele Gemeinsamkeiten.» Rüegger erwähnt bereits bestehende Zusammenarbeiten. So erledigt Hubersdorf die Einwohnerkontrolle von Kammersrohr. Beide sind Mitglieder der Gemeinsamen Schule im Unterleberberg.» Früher besuchten die Schülerinnen und Schüler aus Kammersrohr jahrelang die Schule in Hubersdorf.» Historisch sei man schon einmal eine Gemeinde gewesen. Heute noch bilden die Kammersrohrer zusammen mit den Hubersdorfern eine Kirchgemeinde, zu der sich auch Flumenthal gehört. Das Abwasser der Kammersrohrer fliesse durch die Rohre des Hubersdorfer Abwassernetzes und die Haupterschliessung der bislang kleinsten Gemeinde des Kantons erfolge über seine Gemeinde, so Rüegger.

Eine Fusion mit Kammersrohr sei keine Riesensache, so Rüegger. «Am Steuerertrag würde sich nicht viel ändern. Und den Steuersatz könnten wir deswegen nicht herabsetzen.» Die Hubersdorfer Reglemente könnten übernommen werden. «Das ist sicher einfach machbar.» Entscheiden müsse aber letzten Endes der Souverän. «Ich könnte mir vorstellen, dass wir bereits an der Rechnungsgemeindeversammlung eine Fusion entscheiden.» Er sei aber zum Vorgehen von Kammersrohr nicht informiert.