Unterramsern
Junge Künstler stellen in der Alten Brennerei aus

Fotorealistische Malereien, dokumentarische Fotografien oder skurril-witzige Objekte sind aktuell in einer Ausstellung in der Alten Brennerei in Unterramsern zu sehen.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Eine unwirkliche Szene, gemalt von David Mollnor.

Eine unwirkliche Szene, gemalt von David Mollnor.

Michel Lüthi

In der schon zur Tradition gewordenen Frühlingsausstellung in der Alten Brennerei in Unterramsern sind wiederum drei junge Kunstschaffende zu entdecken, die bisher in der Region noch nicht zu sehen waren. Da ist einerseits der junge Aargauer David Mollnor, der in Schönenwerd lebt.

Er malt fotorealistisch; ein Stil, den man insbesondere bei jüngeren Künstlern vermehrt beobachten kann. Seine Gemälde in Öl zeigen traditionelle Blumen-Stillleben oder fantastische und verträumte Naturszenen. In allen Bildern ist eine Sehnsucht nach Ruhe und nach Geborgenheit spürbar, die Suche nach dem Echten und Wahren. Mollnor ist ein Talent, das zu entdecken sich lohnt.

Werke von David Mollnor

Werke von David Mollnor

Michel Lüthi

In einem anderen Teil der Alten Brennerei zeigt Willy Suter aus Sissach fantastisch-morbide oder auch skurril-witzige Objekte. Sei es nun ein Don Quichotte, ein fantastisches Dinosaurier-Skelett oder eine irrwitzige Wandkonstruktion – Suter stellt all seine Objekte aus verschiedensten Fundstücken zusammen. Aus Löffeln, aus Ton, aus Glas, aus Kunststoff. Ihm ist nichts zu gering, um nicht zu einem Kunstobjekt verarbeitet zu werden.

Ein Werk von Willy Suter

Ein Werk von Willy Suter

Michel Lüthi

Der junge Tessiner Jonathan Della Giacoma ist ein Urbex Explorer, einer, der verlassene Orte aufsucht und sie fotografiert.

Michel Luethi

Zu sehen sind von ihm Fotografien alter Hotelanlagen oder Villen aus Italien, Wintergärten aus der Jahrhundertwende aus Frankreich, aufgegebene Fabriken in Belgien – alle Orte sind verlassen, dem Verfall preisgegeben und strahlen eine morbide Schönheit aus. «Es ist mir wichtig, eine dokumentarische Sicht auf diese Orte mit meiner Fotografie zu ermöglichen», sagt der Fotograf. Es werde nichts mit künstlichem Licht verändert, auch in der Produktion nicht. Seltsam faszinierend, schön – aber auch melancholisch sind diese Aufnahmen.

Bis 14. Mai. Öffnungszeiten: Fr 17–20 Uhr; Sa 14–19 Uhr; So 11–17 Uhr.