Recherswil
Jubiläum: Seit 25 Jahren essen die Senioren im «Kastanienbaum» zu Mittag

Seit 25 bewirtet das Wirteehepaar vom «Kastanienbaum» in Recherswil jeweils am ersten Dienstag im Monat Senioren. Die Senioren schätzen dabei das lockere Beisammensein, das gute Essen, den Service sowie die gute Stimmung.

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Im Restaurant Kastanienbaum in Recherwil essen die Senioren immer am ersten Dienstag im Montag zusammen zu Mittag.

Im Restaurant Kastanienbaum in Recherwil essen die Senioren immer am ersten Dienstag im Montag zusammen zu Mittag.

Ein erstaunliches Jubiläum darf das Wirteehepaar Therese und Bernhard Loosli im «Kastanienbaum» in Recherswil feiern: Seit 25 Jahren bewirtet es jeden ersten Dienstag im Monat Senioren. Am Dienstag ist es wieder ein Mal so weit. Da jedes Mal rund 50 Personen anwesend sind, haben die Wirtsleute und ihr Personal in diesen Jahren etwa 12'800 Mahlzeiten ausgegeben.

Die Senioren kommen aus den verschiedensten Gründen zu diesem Essen, vor allem aber, um wieder einmal mit andern Leuten, Freunden oder ehemaligen Arbeitskollegen gemeinsam essen zu können. In diesem Sinne leistete die Gründerin dieses Anlasses, Vreni Winterhalder-Ambühl, seit 1992 unter dem Motto «Gemeinsam statt einsam» einen wertvollen Beitrag zum Zusammenhalt in der Gemeinde.

Diese dankt dies seit 2005 mit einem jährlichen Beitrag, um Unkosten einigermassen zu decken, wie Dekorationen, Lotto, Vorträge usw. Auch die katholische und reformierte Kirche verdienen einen Dank für die Publikation der Anlässe, ebenso der «Isig Egge» in Gerlafingen für seine Unterstützung.

Vreni Winterhalder hat inzwischen auch ein monatliches Mittagessen für alleinstehende Frauen organisiert, an dem an jedem 3. Sonntag im Monat gegen 30 bis 40 Personen teilnehmen.

Nach dem Essen wird gejasst

Über Jahre hat die Organisatorin die von ihr liebevoll gestalteten Einladungen zum Seniorenessen in der Post aufhängen dürfen. Obwohl das Seniorenessen kein profitorientiertes Unternehmen ist, verlangte die Post nach dem Abgang des Filialleiters Markus Jäggi plötzlich 240 Franken pro Jahr. Deshalb wurde seither auf diese Einladungsplakate verzichtet. Im Gegensatz zur Post im Dorf, blüht das Unternehmen «Gemeinsames Mittagessen» immer noch.

Wie einer Umfrage entnommen werden kann, schätzen die Senioren das lockere Beisammensein, das gute Essen, den Service und die gute Stimmung. Vor zwei Jahren hat Vreni Winterhalder ihre Tätigkeit in jüngere Hände gelegt: Erika Mollet ist seither für das «Gemeinsame Essen» zuständig. Nach den Essen treffen sich die «Profi»-Jasser – mehr Frauen als Männer! – regelmässig zum Spiel, bei dem man sich auch mal einen Fehler erlauben darf, ohne dass man gleich eine «Standpauke» erhält. (wfb)