Deitingen
Jörg Mollets Skulptur bei Justizvollzugsanstalt leuchtet jetzt nachts

Die Skulptur «Grosser Atem» von Jörg Mollet ist zur Justizvollzugsanstalt im Deitinger Schachen zurückgekehrt, nachdem das Werk neu konzipiert wurde. Es kann nun nachts sogar leuchten.

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Die Lichtinstallation «Grosser Atem» von Jörg Mollet leuchtet nun wieder mit Sonnenenergie betrieben - farbenfroh in den Nachthimmel.

Die Lichtinstallation «Grosser Atem» von Jörg Mollet leuchtet nun wieder mit Sonnenenergie betrieben - farbenfroh in den Nachthimmel.

Hansjörg Sahli

1999 schuf der Solothurner Künstler Jörg Mollet für die künstlerische Ausgestaltung des damaligen Therapiezentrums Schachen in Deitingen die Skulptur «Grosser Atem». Es handelt sich dabei um zwei Türme, beide 4,9 m hoch, die 20 Meter voneinander entfernt und mit Sonnenenergie gespeist Lichtstrahlen in den Nachthimmel schicken. Auf rund 40 Meter Höhe treffen sich die beiden Strahlen. Die Arbeit wurde im Jahr 2000 in Deitingen errichtet. Bei deren Um- und Neubau wurde sie abgebaut.

Im Rahmen des Neubaus der Justizvollzugsanstalt (JVA), mit dem «Kunst-am-Bau»-Kredit, wurde Mollets Skulptur einerseits ein neuer Platz zugedacht und andererseits das Werk neu konzipiert. Ein spezielles Lichtprogramm wechselt nun jede halbe Stunde die Farbe, und zwar von Rot zu Blau. Zur Halbzeit leuchten beide Türme violett.

Die Leuchtdauer entspricht jeweils der gespeicherten Tagesenergie, erklärt der Künstler. Im Innern der Türme angebrachte Spiegel lassen in die Unendlichkeit blicken. Während des Tages, wenn das Licht der Türme noch nicht abgegeben wird, sind darauf die Sternbilder des nördlichen und südlichen Himmels, dargestellt mit goldenen Punkten, zu sehen. «Diese Schablonendrucke auf Glas habe ich mit Insassen der JVA hergestellt», erklärt Mollet weiter. Dieser Tage wurde die Skulptur neu eingeweiht. (frb)