Recherswil
Jetzt beginnt die Arbeit in Verwaltung und Gemeinderat erst richtig

An der Gemeindeversammlung wurden alle Reglementsänderungen für die Reorganisation der Gemeindeführung angenommen.

Rahel Meier
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Daniel Murer wurde nach 13 Jahren als Gemeinderat herzlich verabschiedet.

Daniel Murer wurde nach 13 Jahren als Gemeinderat herzlich verabschiedet.

hanspeter baertschi

Nachdem es an den letzten Gemeindeversammlungen hitzige Diskussionen um die Reorganisation der Gemeindeführung ging, schien am Donnerstagabend alles klar. Das zeigte sich auch in der Zahl der Stimmberechtigen: Gerade noch 48 Personen fanden den Weg in den Saal im Werkhof. Auffallend auch, dass die Reihen der FDP doch etwas gelichtet erschienen. Es erstaunt darum auch nicht, dass es kaum Wortmeldungen gab und die meisten Entscheide einstimmig oder mit einer grossen Mehrheit gefällt wurden.

Damit kann die Gemeindeführung nun ab Januar reorganisiert werden. Konkret wird im Gemeinderat neu mit acht Ressorts gearbeitet und es gibt zwei neue Kommissionen. Auch in der Verwaltung wird einiges neu. Das Wichtigste hier: Die Erhöhung der Stellenpensen um 80 Prozent und die Verwaltungsführung, die neu der Gemeindeschreiberin übertragen wird. Es dürfte allerdings 2020 werden, bis alle Massnahmen greifen. Darüber waren sich auch die Stimmberechtigten im Klaren.

Fragen gab es zu den Verpflichtungskrediten, die vorgelegt wurden. Die Sanierung des Feuerwehrmagazines für 100'000 Franken wurde zurückgewiesen. Unbestritten war die Sanierung der Willadingenstrasse mitsamt Wasserleitung für total 256'000 Franken. Auch die Dachsanierung im alten Schulhaus für 230'000 Franken und dem Ersatz der Heizungsanlage für 280'000 Franken wurde zugestimmt. Ebenso der Anschaffung von Schulmobiliar für 63'000 Franken.

Das Budget mit einem Aufwandüberschuss von 249'000 Franken und Nettoinvestitionen von 3,344 Mio. Franken war unbestritten. Der Steuerfuss bleibt bei 120 Prozent. Der Finanzplan der Gemeinde zeigt, dass das Eigenkapital in den nächsten Jahren eher schrumpfen wird.

13 Jahre sind genug

Vizegemeindepräsident Daniel Murer wurde am Ende der Versammlung mit einem herzlichen Applaus verabschiedet. Nach 13 Jahren Ratstätigkeit hat er demissioniert. Er hatte in all den Jahren immer das Ressort Bau und Werke unter sich. Er wolle jüngeren Kräften Platz machen, zudem sei der Zeitpunkt mit der Neuorganisation der Ressorts jetzt gerade ideal, wie er gleich selbst erklärte.

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