Lohn
Jeder kann sich seine Douglasie kaufen

Im Wald bei Lohn müssen 200 kranke Eschen gefällt werden. Dafür werden Douglasien gepflanzt. Um die Pflanzaktion zu finanzieren, wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Die Bürger können Bäume kaufen, die dann im Wald gepflanzt werden.

Rudolf Luterbacher
Drucken
Teilen
Douglasien im Wald. (Archiv)

Douglasien im Wald. (Archiv)

wikipedia

Manfred Burki, der Bürgergemeindepräsident, und Finanzverwalterin Anita Hongler konnten – wie schon in den Vorjahren – kein ausgeglichenes Budget für 2016 präsentieren: Das Budget rechnet mit einem Aufwandüberschuss von knapp unter 6000 Franken.

Vor sechs Jahren wurde zum ersten Mal vom Kantons- und Kreisforstamt auf das Eschensterben, verursacht durch eine Pilzerkrankung, aufmerksam gemacht. Ein Augenschein im Lohner Wald führte zutage, dass auch hier die Eschenbestände zu 95 Prozent vom Pilz «Chalara fraxinea» betroffen sind.

Den Lohner Wald betrifft dies hart, sind doch 17 Prozent des Waldbestandes mit Eschen bestückt. Nun werden die ersten 200 von rund 600 stark infizierten Eschen im «Bärenmoos» – in Absprache mit dem Kreisförster – gefällt.

Jubiläum gleich nützen

Vor 125 Jahren kamen die ersten Douglasien in den Lohner Wald. Um 1890 hat der damalige Lohner Förster Rudolf Stuber Douglasien, welche er als Samen aus Amerika mitbrachte, in den Lohner Wald gepflanzt. Diese haben sich prächtig entwickelt, sind heute über 50 m hoch geworden und sind weitherum zum Erkennungsmerkmal für Lohn-Ammannsegg und zum «Wahrzeichen» für den Lohner Wald geworden.

Mit dem Jubiläum «125 Jahre Douglasien im Lohner Wald» startet die Bürgergemeinde Lohn heuer eine Neupflanzung dieser Baumart. Im Lohner «Buechwald» – auf einer Windwurffläche – soll es eine Douglasien-Neuaufforstung geben.

Wegen der hohen Kosten der 300 Pflanzen und der nötigen Wildschaden-Vorkehrungen lanciert die Bürgergemeinde eine Spendenaktion. Mit einem Beitrag von 20 Franken pro Baum kann jede Person ihre ganz persönliche Douglasie auf der vorgesehenen Pflanzfläche spenden, pflanzen und diese dann aufwachsen sehen.

Einstimmig wurde Stephanie Opatz und ihrem Sohn Louis das Bürgerrecht von Lohn zugesprochen. Somit hat Lohn 179 Ortsbürger. Die Anzahl weltweiter Bürger von Lohn hat sich auf gegen 1100 erhöht.

Im Rahmen von «lohn-ammannsegg.bewegt 2016» wird sich die Bürgergemeinde Lohn aktiv beteiligen. Vorgesehen sind ein dorfhistorischer Rundgang (22. Mai) und ein Waldgang zum Thema «Auf den Spuren der Lohner Douglasien» (21. Mai).