Todesfall
Jahrzehntelang für Hubersdorf engagiert: Robert Flück-Gasser starb mit 97 Jahren

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Robert Flück war massgeblich am Kapellen-Projekt beteiligt.

Robert Flück war massgeblich am Kapellen-Projekt beteiligt.

zvg/rm

Robert Flück, geboren 1922, wuchs auf einem grossen Bauernhof auf. Der Primarschule in Niederwil und der Bezirksschule in Solothurn folgte eine kaufmännische Grundausbildung. Danach folgte die Rekrutenschule, nach der es gleich ernst wurde. Denn der 2. Weltkrieg war schon im Gange. Nach dem Krieg konnte er in seinen Lehrbetrieb zurückkehren und arbeitete dort bis zur Pensionierung. Aus der Ehe mit Yvonne Flück-Gasser entsprossen drei Buben.

In den Zeiten vor der Jahrtausendwende waren Gemeindepolitik und damit verbundene Engagements eine wichtige Sache. Aus einer sehr katholischen Familie stammend, war für Robert Flück das Mitmachen bei der CVP klar – lange Jahre als deren Präsident. Daraus ergaben sich viele Engagements in verschiedenen Kommissionen und Funktionen. Eine Aktivität sei hier beispielhaft herausgegriffen: der Neubau der Kreisschule in Hubersdorf als Unterleberberger Gemeinschaftswerk. In den 50er- und 60er-Jahren fiel sein Wirken als Gemeindeammann ins Gewicht – bei der Einwohner- und der Bürgergemeinde oft gar zeitgleich.

Schon 1959 gründete man in Hubersdorf einen Kapellenbauverein. Doch erst als Robert Flück Vereinspräsident (1979 bis 2002) wurde, kam Schwung in die Sache.

Treibende Kraft beim Kapellenbau

Man engagierte einen Architekten, der einen Entwurf und den Kostenvoranschlag dazu lieferte. Dann begann die Geldbeschaffung mit drei grossen Dorfbasaren, an denen das halbe Dorf und auch viele Leute in der Umgebung mitarbeiteten. Robert und Yvonne Flück waren bei diesen Aktivitäten stets die treibenden Kräfte. Mitten in der Zeit fortschreitender Säkularisierung der Gesellschaft baut ein kleines Dorf mit 550 Seelen eine Kapelle.

Das Ganze wirkt fast wie ein Wunder – und ist doch aus Holz und Stein geschaffene Realität. Nach der Grundsteinlegung im August 1986 kam im September 1987 der grosse Tag der Kapelleneinweihung. Auch später sorgte das Ehepaar Flück für die Pflege des Gotteshauses und übernahm auch den Umgebungsunterhalt. Als Sakristan diente Robert Flück weitere Jahre bei den Sonntagsgottesdiensten.

Viele Jahre machte Robert Flück auch beim Turnverein Hubersdorf mit, zuerst bei den Aktiven, später dann in der Männerriege. Engagiert zeigte er sich zudem bei der Raiffeisenbank Flumenthal-Hubersdorf. In seine Zeit als Aufsichtsratspräsident der Bank fiel der Neubau in Flumenthal, den er mitgestalten half. (swb)

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