Deitingen
Jahresrechnung 2014 schliesst fast 500'000 Franken im Plus ab

Die Rechnung 2014 der Gemeinde Deitingen schliesst positiv ab: der Ertragsüberschuss beträgt knapp 494'000 Franken. Dieses Ergebnis ist vor allem auf Steuernachzahlungen juristischer Person auf den Vorjahren zurückzuführen.

Jeanine Rastorfer
Drucken
Teilen
Die Nettoinvestitionen von 784 564 Franken werden vollumfänglich durch eigene Mittel finanziert.

Die Nettoinvestitionen von 784 564 Franken werden vollumfänglich durch eigene Mittel finanziert.

Oliver Menge

«Wir können mit einem positiven Ergebnis schliessen», begann der Gemeindeverwalter Christoph Lütolf seine Ausführungen. Am Mittwochabend stellte er dem versammelten Gemeinderat die wichtigsten Eckpunkte der Jahresrechnung 2014 vor. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 82 500 Franken – schlussendlich schliesst die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 493 905 Franken ab.

Dieses positive Ergebnis ist vor allem auf Steuernachzahlungen juristischer Person auf den Vorjahren zurückzuführen. Mit diesem positiven Ergebnis konnten die Nettoinvestitionen von 784 564 Franken vollumfänglich durch eigene Mittel finanziert werden. Darüber hinaus konnte ein Finanzierungsüberschuss für die Einwohnergemeinde von 178 402 Franken verzeichnet werden, der für den Abbau von Schulden eingesetzt werden kann. Der Gemeinderat segnete die letztjährige Jahresrechnung ab.

Keine Finanzierung von Entlastungslektionen

Des Weiteren stimmte der Rat über einen Antrag ab, der beim Ressortleiter Bildung Toni Ziegler eingegangen war. Eine Lehrperson, die bereits an der Schule Deitingen tätig ist, möchte aus eigenem Antrieb ein Masterstudium für Heilpädagogik absolvieren. Nun hat sie einen Ausbildungsunterstützungsantrag in Form der Kostenübernahme von zwei subventionierten Entlastungslektionen gestellt. Die besagte Lehrperson ist momentan für 8,6 Lektionen angestellt; zwei dieser Lektionen würden vom Kanton subventioniert werden. Die Gemeinde Deitingen müsste so pro Jahr rund 5600 Franken übernehmen, was sich bei einem Studium von sechs bis acht Semestern auf rund 20 000 Franken aufsummieren würden. «Schulische Heilpädagogen sind Mangelware», argumentiert die Deitinger Schulleiterin Barbara Emch. So würden momentan in Deitingen sechs Lektionen, die eigentlich von Heilpädagogen betreut werden sollen, durch reguläre Lehrpersonen abgedeckt.

Emch sieht in der weiterführenden Ausbildung ihrer Angestellten einen Mehrwert für die Gemeinde. Auch Präsident Bruno Eberhard streitet diesen Mehrwert nicht ab, verweist aber auf den Sparvorsatz: «Wir haben uns vorgenommen, Geld einzusparen. Ausserdem könnte ein positiver Entscheid Signalwirkung haben, was vermieden werden sollte.» Eberhard konstatiert, dass die betroffene Person ihr Pensum zurückschrauben soll, anstatt sich dieses entgelten zu lassen. Die Mehrheit der Gemeinderäte schloss sich der Meinung ihres Präsidenten an – der Antrag wurde abgelehnt.

Türöffner für die Wohnungen im Dorfzentrum

An der Sitzung vom 25. März hatte der Gemeinderat das Budget der Dorfzentrum Deitingen AG mit einem Ertragsüberschuss von 180 900 Franken zugestimmt, von denen bereits 17 500 Franken zur Installation von zwei neuen automatischen Türöffnern abgezogen worden waren. Nun hat sich herausgestellt, dass der zuständigen Firma bei der Budgetierung der Mietzinseinnahmen ein Fehler unterlaufen war. Neu präsentiert sich das Budget somit um 92 000 Franken schlechter; es beträgt nun 88 900 Franken. Bruno Eberhard beantragte aufgrund dessen, auf die Installation der Türöffner zu verzichten und einem Budget von 106 400 Franken zuzustimmen. Der Gemeinderat war jedoch anderer Meinung: Da es sich bei diesen Wohnungen um Alterswohnungen handle, seien Türöffner dringend nötig. Der Antrag wurde abgelehnt und dem revidierten Budget von 88 900 Franken zugestimmt.

Aktuelle Nachrichten