Biberist

Italienisch gefällt der 100-Jährigen noch heute

Sitzend v. l.: Franzi Aeby (Schwester), Geburtstagskind Anna Morand und ihre Tochter Myrtha Gunziger. Stehend v. l.: Martin Blaser (Gemeindepräsident), Urenkel Leo Hug, Hansjörg Boll (Stadtschreiber Solothurn), Pia Heiniger (Tochter), Stefan Hug-Portmann (Verwaltungsleiter Biberist), Regierungsrat Remo Ankli, Standesweibel Fritz Unternährer, Urenkelin Anna Lina Hug, Staatsschreiber Andreas Eng, Tochter Vreni Hein und Urenkel Andreas Holzer.

Sitzend v. l.: Franzi Aeby (Schwester), Geburtstagskind Anna Morand und ihre Tochter Myrtha Gunziger. Stehend v. l.: Martin Blaser (Gemeindepräsident), Urenkel Leo Hug, Hansjörg Boll (Stadtschreiber Solothurn), Pia Heiniger (Tochter), Stefan Hug-Portmann (Verwaltungsleiter Biberist), Regierungsrat Remo Ankli, Standesweibel Fritz Unternährer, Urenkelin Anna Lina Hug, Staatsschreiber Andreas Eng, Tochter Vreni Hein und Urenkel Andreas Holzer.

Anna Morand durfte im Kreis ihrer Familie den 100. Geburtstag feiern.

Anna Morand-Sterki wurde am 12. September 1917 in Günsberg geboren. Sie war erst 13 Jahre alt, als ihr Vater starb und sie für die sechs jüngeren Schwestern Verantwortung übernahm, während die Mutter arbeitete, um die Familie zu ernähren. Ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters musste sie nach Locarno, wo sie bei einer Arztfamilie als Haushalthilfe arbeitete und ihre letzten Schuljahre absolvierte. Sieben Jahre blieb sie im Tessin und kehrte danach wieder nach Günsberg zurück, wo sie 1939 Walter Morand heiratete, den sie seit ihrer Kindheit kannte. Walter Morand besuchte Anna während ihrer Zeit im Tessin einige Male und legte die Strecke jeweils mit dem Velo zurück, da das Geld für die Bahnfahrt fehlte.

Nach der Heirat zog die junge Familie in eine kleine Altstadtwohnung in der «Hinteren Gasse», wie die St. Urbangasse in Solothurn genannt wird. 1943, nach der Geburt der dritten Tochter, hatten Morands die Möglichkeit, ein Haus in der Weststadt zu kaufen. Sie legten einen Garten an und das Pflanzen und Pflegen von Blumen und Gemüse war bis ins hohe Alter Anna Morands liebste Beschäftigung.

In den Ferien wanderte die Familie gerne in den Walliser und den Bündner Bergen. Nach der Pensionierung ihres Gatten, er arbeitete 40 Jahre als Werkzeugmacher in der Autophon, fuhren sie immer wieder ins Tessin. Sie schauten dort zu Haus und Garten eines Bekannten und genossen die Möglichkeit, mehrere Wochen in ihrem geliebten Tessin zu verbringen. Bis heute hat Anna Morand Freude an der italienischen Sprache und erzählt gerne, wie sie die Sprache mit 14 Jahren lernen musste.

Als Anna Morands Mann im Jahr 2003 verstarb, lebte sie noch bis zu ihrem 94. Altersjahr alleine im Haus, bis sie nach fast 70 Jahren in der Weststadt ins Altersheim «Läbesgarte» in Biberist zog, wo auch ihre jüngste Tochter lebt. Im «Läbesgarte» gewöhnte sie sich schnell ein und freut sich immer über Besuche und kleine Spaziergänge. (mgt)

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