«Schön, dass es die Seniorenbühne noch gibt», sagt freudestrahlend Margrit Gantert nach dem Anlass. Sie gehörte nämlich zu den Gründungsmitgliedern der Seniorenbühne, die heuer ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Erstmals sass auch Gründungsmitglied Kurt Beer als Zuschauer im Saal. Er freute sich zwischen den Sketchen über ein Tänzchen. Denn die «Ländlerfründe Juragruess» unterhielten traditionell mit beschwingten Märschen, Polkas und Walzern.

Auch die Pfarrer witzelten mit

Über 300 ältere Leute fanden sich in der Biberena ein. Eingeladen und zusätzlich mit einem Zvieri verwöhnt wurden sie von der reformierten und katholischen Kirchgemeinde. Zu einem «Sketch-Supplement» erwies sich bereits die Begrüssung von Diakon Max Herrmann und Pfarrer Christian Bürki. Ihr Fachsimpeln über das Leben als eigenes Theater sowie die Suche nach den richtigen Begrüssungsworten entlockten bereits Gelächter. Ein kurz und bündiges «Tschau zäme» war schliesslich das Resultat.

Regisseur Helmuth Zipperlen begrüsste die Anwesenden mit der Schmeichelei, das beste Publikum von Westeuropa zu sein. Die witzigen Darbietungen jedenfalls belohnte das Publikum mit viel Applaus und herzhaftem Lachen. Der Sketch «Darfs es Bitzeli meh sy» zeigte das Schicksal von Frau Zwicky, die wegen übermässigen Sparwillens die Medikamente ihrer verstorbenen Schwester schluckte. Elegant lösten Frau Wyss und Frau Winkler im «E böse Morge» ihre haushälterischen Defizite. Erstaunliches erfuhr Berti im «Der Blinddarm» über ihren vermeintlich treuen Ehemann Heiri. Ungemütlich erwies sich die Vergesslichkeit von Anna und Robert im «Dings und Dingses». Peinlich wurde es auch für Max, der sich im «Überraschig» nicht mehr an seine heissen Liebesschwüre erinnern konnte. Ein Gerichtsverfahren wegen Ehrverletzung zog im Sketch «Abseits» ein Fussballmatch nach sich.

Über unterhaltsame Nachmittage mit der illustren Seniorenbühne dürfen sich auch die älteren Leute in Oberdorf, Solothurn, Hindelbank, LohnAmmannsegg, Messen und Koppigen freuen.