Kreisschule Halten-Oekingen-Kriegstetten
iPads sollen es sein: «Wir haben entschieden, dass wir künftig nur auf ein Gerät setzen wollen»

Die Schulgemeindeversammlung Halten-Oekingen-Kriegstetten wählte einen neuen Präsidenten und entschied sich, künftig auf iPads statt Notebooks zu setzen.

Lea Reimann
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Remo Siegenthaler (links) hat sein Präsidialamt an seinen Nachfolger Stefan Kappeler aus Kriegstetten weitergegeben.

Remo Siegenthaler (links) hat sein Präsidialamt an seinen Nachfolger Stefan Kappeler aus Kriegstetten weitergegeben.

Lea Reimann

An der Schulgemeindeversammlung der Kreisschule Halten-Oekingen-Kriegstetten (HOeK) wurde am Mittwochabend der neue Kreisschulkommissionspräsident gewählt. Remo Siegenthaler übergab sein Amt an seinen Nachfolger Stefan Kappeler. Kappeler ist kein neues Gesicht in der Kreisschulkommission – der Bankangestellte aus Kriegstetten wirkt darin nämlich bereits seit fünf Jahren als Mitglied mit. Er sei selber Vater von vier Kindern und somit interessiert an schulischen Themen, sagt er. Remo Siegenthaler, der in den letzten 15 Jahren zuerst als Schulkommissionspräsident in Oekingen und nach dem Zusammenschluss als Vize- und dann als Präsident in HOeK tätig war, wurde umfangreich verdankt.

Ausserdem wählten die 26 Stimmberechtigten die Kreisschulkommissionsmitglieder für die neue Amtsperiode. Neben Siegenthaler hat auch Simon Wiedmer seine Demission eingereicht, da er nun Gemeindepräsident in Kriegstetten ist. Die beiden werden durch Stephan Flückiger (Oekingen) und Edith Kunz (Kriegstetten) ersetzt.

Ziel heisst Zusammenarbeit

Nicht thematisiert wurde das weitere Vorgehen in Sachen Zusammenarbeit der drei Gemeinden Halten, Oekingen und Kriegstetten. Eine Lösung sei aber gefunden worden, erklärten die Gemeinderätinnen Andrea Schenker aus Oekingen und Daniela Gilgen aus Halten im Anschluss. Nachdem Kriegstetten letztes Jahr den Vertrag mit dem Schulzweckverband HOeK kündigte, haben die drei Gemeinderäte nun intensiv zusammengearbeitet und neue Statuten verfasst. Diese sollen an den Gemeindeversammlungen im Dezember genehmigt werden. «Unser oberstes Ziel ist, dass Kriegstetten dabeibleibt und weiterhin alle drei Gemeinden zusammenarbeiten können», betont Daniela Gilgen.

IPads statt Notebooks

Ausserdem genehmigte die Versammlung einen Investitionskredit von 50 000 Franken für neue elektronische Geräte: iPads sollen es sein. Bereits letzten Herbst wurde ein Investitionskredit von 80 000 Franken für den Ersatz der Schülercomputer gesprochen. «Wir haben uns danach gefragt, ob es wirklich der richtige Weg sei, auf Notebooks zu setzen», erklärte Schulleiter Andreas von Felten. In einer paritätischen Arbeitsgruppe wurde das Anliegen in Zusammenarbeit mit der kantonalen Fachstelle «Imedias» und einer Partnerschule deshalb nochmals geprüft. «Wir haben entschieden, dass wir nur auf ein Gerät setzen wollen, nämlich das iPad», so von Felten.

Man verzichte auf eine duale Strategie mit iPads und Notebooks, was den Vorteil habe, dass man nicht beidem gerecht werden müsse. Wenn man «in beiden Welten herumturne», verursache dies mehr Probleme und längerfristig auch höhere Kosten. Zwecks Kompatibilität erhalten die Lehrpersonen Apple-Notebooks. Die Gesamtkosten von 130'000 Franken bedingen für das Jahr 2018 nochmals einen Investitionskredit von 50'000 Franken. Dieser wurde einstimmig genehmigt.

Behandelt wurde auch das Budget, welches im Vergleich zum letztjährigen einen um 7100 Franken tieferen Aufwandüberschuss aufweist.