Oberdorf

Insgesamt 87 Jahre haben die Bisherigen auf dem Buckel – Werden sie jetzt abgewählt?

Wer wird bald im Oberdorfer Gemeindehaus sitzen?

Wer wird bald im Oberdorfer Gemeindehaus sitzen?

Alle Oberdörfer Gemeinderäte treten wieder an. Gemeinsam sind die sieben Herren seit 89 Jahren im Amt.

Vor vier Jahren wurde der Gemeinderat in Oberdorf still gewählt. Dieses Jahr bewerben sich insgesamt dreizehn Personen um die sieben Sitze. Die Bisherigen treten alle nochmals an, und sie haben eine beeindruckende Anzahl an Jahren Erfahrung auf dem Buckel.

Gemeindepräsident Patrick Schlatter (CVP) beginnt seine siebte Legislatur (4 Jahre Gemeinderat, 8 Jahre Vizegemeindepräsident und 12 Jahre Gemeindepräsident), Vizegemeindepräsident Dieter Trächsel (FDP) ist seit 16 Jahren im Amt.

Ueli Kölliker (SP) arbeitet gar seit 20 Jahren im Gemeinderat mit, bei Jürg Schluep (FDP) sind es 13 Jahre, Johannes Dollinger vertritt die SP seit 8 Jahren und Marc Spirig (FDP) und Martin Ruch (CVP) sind mit je 4 Jahren die Nesthäkchen.

Vor vier Jahren still gewählt

Die Parteipräsidenten der Parteien geben denn auch zu, dass es nicht einfach ist, als Neuling in Oberdorf nachzurutschen. «Vor vier Jahren haben wir keine Kandidaten gefunden und waren froh, dass die Bisherigen weitergemacht haben», meint Marc Spirig (FDP). Fast genau gleich argumentiert auch Peter Gasser (SP). Gemeindepräsident Patrick Schlatter hört zwar das Wort «Dinosaurier» in Zusammenhang mit seiner Person nicht gerne, gibt aber zu, dass man das denken könnte.

Richtige Wahlkampfstimmung kommt deshalb in Oberdorf nicht auf. «Wir haben Freude, dass wir fünf Personen dazu motivieren konnten zu kandidieren», meint SP-Parteipräsident Gasser. Besonders stolz ist er auf die beiden Frauen. «Wenn die Einwohner neue Köpfe möchten, dann können sie dies mit dem Wahlzettel zeigen.» In den nächsten vier Jahren müsse sich der Gemeinderat sicher intensiv mit der Raumplanung beschäftigen. «Die Diskussion zum Hallenbad hat sich in der Zwischenzeit erledigt.» Ein Thema sei sicher auch die Energiepolitik, so weit diese auf Gemeindeebene beeinflusst werden könne. «Die Nachtabschaltung gehört da sicher dazu. Dazu sind die Meinungen im Dorf gespalten.»

Ortsplanung steht an

Die FDP will sich unter anderem für nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur und gesunde Finanzen einsetzen. Sie hat sich aber auch die Verbesserung der Regelung des Freizeitverkehrs auf den Weissenstein auf die Fahnen geschrieben. «Auch eine gut funktionierende Schule ist uns wichtig», meint Marc Spirig. Für Schlatter ist klar, dass die CVP ihre beiden Sitze behalten möchte. «Wir haben in den letzten Jahren gut gearbeitet und möchten so fortfahren.» Infrastruktur, Finanzen und die Schule liegen auch der CVP am Herzen. Eine gute Spitex für die Senioren sei ebenfalls wichtig. «In den nächsten vier Jahren wird uns zudem die Ortsplanung beschäftigen.»

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