Informationssitzung
Ortsplanung Biberist geht in die zweite Runde: Der Gemeinderat nimmt die Änderungen zur Kenntnis

Der Gemeinderat Biberist wurde über die Änderungen in der Ortsplanung informiert. Bis Ende Januar 2022 haben die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte nun Zeit, alle Unterlagen durchzulesen und sich zu äussern. Dann wird in einer zweiten Sitzung diskutiert.

Rahel Meier
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In Biberist wird neu eine Parkzone für gewisse Grünflächen, aber auch Spielplätze eingeführt.

In Biberist wird neu eine Parkzone für gewisse Grünflächen, aber auch Spielplätze eingeführt.

Rahel Meier

Der Gemeinderat Biberist nahm die Unterlagen zur Ortsplanung Biberist in der zweiten Fassung zur Kenntnis. Alle Änderungen, die nach der ersten Vorprüfung beim Kanton vorgenommen wurden, wurden den Gemeinderäten erläutert.

Eingeflossen sind auch die Vorgaben des Amtes für Raumplanung nach der ersten Vorprüfung; die Eingaben aus dem Gemeinderat nach dem Workshop im letzten Frühling und einige weitere kleinere Anpassungen. Nun haben die Fraktionen Zeit bis Januar, um alle Pläne zu studieren und den Raumplanungsbericht durchzulesen.

Fragen und Änderungen, Anträge und Wünsche sollen bis Anfang Jahr schriftlich eingereicht werden. Ende Januar 2022 wird der Gemeinderat dann nochmals über die Ortsplanung beraten und danach soll sie zur zweiten Vorprüfung eingereicht werden.

Vor allem kleinere Änderungen

Die Änderungen in den Erschliessungs- und den Bauzonenplänen wurden von Uriel Kramer (Präsident Bau- und Werkkommission) vorgestellt. Neu soll in Biberist eine sogenannte Parkzone geschaffen werden. Die öffentlichen Spielplätze gehören in diese neue Zone, aber auch der Park bei der Papierfabrik, der Richard Flury-Park oder der Gustav Eisenmann-Platz.

Alle Reservezonen, ausser derjenigen im Schwerzimoos und der Reservezone neben dem Altersheim Heimetblick wurden aufgehoben. Auf die Parkplätze beim Fussballplatz und entlang der Holzackerstrasse wird verzichtet.

Zusätzlich wurden die Strassenbaulinien angepasst. Bei den Erschliessungstrassen liegen diese neu bei vier; bei den Sammelstrassen bei fünf Metern. Auch die Gewässerbaulinien wurden an das übergeordnete Recht angepasst. Biberist unterscheidet mit der neuen Ortsplanung zudem Fusswege und kombinierte Rad- und Gehwege.

Kreisel auf der Gerlafingenstrasse kommt

Der Gemeinderat nahm zudem zur Kenntnis, dass der Kanton beim Knoten Gerlafingen-Derendingenstrasse einen Kreisel plant und der Knoten Derendingenstrasse-Grüttstrasse ebenfalls umgestaltet werden soll. Schliesslich wurden diverse Einzelgrundstücke umgezont. Meist geschah dies in Absprache oder auf Wunsch der Grundeigentümer.

Susanne Asperger (Raumplanung und Städtebau) zählte die wichtigsten Änderungen im Zonenreglement auf. Dazu gehört beispielsweise die Konkretisierung der Kernzonen. Das Gebiet St. Urs wird neu als Kernzone Zentrum Erhalt definiert. Das Gebiet rund um die grossen Einkaufsläden wird zur Kernzone Zentrum Entwicklung.

Herleitungen wurden ergänzt

Eingeflossen ist auch der Wunsch des Gemeinderates, dass bei grösseren Neubauten eine unterirdische Parkierung vorgeschrieben werden soll. Auf Wunsch der kantonalen Behörden wurden nicht nur die maximalen, sondern auch die minimalen Überbauungsziffern festgelegt. Das Reglement wurde weiter mit einem Passus zum Thema «nachhaltiges Bauen» ergänzt.

Ladina Schaller (WAM Planer) ging zuletzt kurz auf den Raumplanungsbericht ein. Dieser wurde in der ersten Fassung vom Kanton kritisiert. «Wir haben ihn nun ergänzt und die vom Kanton gewünschten Herleitungen und strategischen Entwicklungsziele eingearbeitet.» Daraus ist nun ein über 300 Seiten starkes Werk entstanden.

Schülerzahlen bleiben auf hohem Niveau

Gesamtschulleiter Thomas Weyermann legte dem Gemeinderat Biberist eine Zusammenstellung der Schülerzahlen für die nächsten Jahre vor. Diese bewegen sich konstant auf einem relativ hohen Niveau. Mit dem geplanten Ausbau des Werkhofschulhauses und den Containern für die Primarschule sollte aber genügend Platz vorhanden sein, meinte er.

Dank Containern gibt es mehr Schulraum in der Bleichematt und im Schulhaus Mühlematt.

Dank Containern gibt es mehr Schulraum in der Bleichematt und im Schulhaus Mühlematt.

Hanspeter Bärtschi

Auch im nächsten Schuljahr müssen aber fünf erste Klassen parallel geführt werden. Die fünf Abteilungen der heutigen 1. und 2. Klassen sollen im kommenden Jahr in der 2. und 3. Klasse weitergeführt werden. Weyermann rechnet mit 27 Primarschulklassen für das Schuljahr 2022/23.

Zusätzliche Kosten genehmigt

In der Kreisschule dürften es 14 – und damit ebenfalls eine Klasse mehr als bisher – sein. Der Gemeinderat genehmigte die Kosten für die zusätzlichen Klassen.

Weyermann orientierte weiter über die Coronasituation an der Schule. Am Montag waren rund 20 Kinder und Jugendliche in Quarantäne oder Isolation. Lehrpersonen waren keine betroffen. In Biberist wird immer am Montag getestet. Die Resultate erfahre man dann am Dienstag.

Laut Weyermann beteiligen sich 71 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an den Tests. «Wenn die Statistik des Kantons acht bis zehn Fälle für die Gemeinde ausweist, dann ist die Schule immer auch davon betroffen.»

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