Für den Gestaltungsplan des Dorfkerns ist es wichtig, die Mitwirkung zu beschliessen, sie ist der nächste Schritt, diese Meinung teilt der Gemeinderat. Man möchte sie noch vor der Gemeindeversammlung unter Dach und Fach gebracht haben. Darum sollen zwei Anlässe stattfinden, in denen sich die Bevölkerung informieren kann, nämlich am 2. und am 9. Dezember, jeweils von 18 Uhr bis 19 Uhr. Pläne und Modelle werden zur Veranschaulichung dienen. Die Anlässe werden sobald als möglich im «Azeiger» erscheinen.

Im nächsten Jahr soll zudem ein neues Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof geschaffen werden, ebenso soll der dort momentan ungünstige Weg mit einem neuen, besseren Belag rollstuhlgängig und auch für Rollatoren befahrbar gemacht werden.

Keine Investitionen

Im Budget 2016 sind keine Investitionen aufgenommen worden. Die Werkkommission stellte Anträge für Reparaturarbeiten der Kanalisation sowie Sanierungen von Werken und gewissen Strassen, doch diese seien nach Gemeindeverwalter Fredy Schmitter nicht dringend. «Wir wollen erst Investitionen angehen, wenn der Finanzplan steht», erklärte er.

Dieser soll bald erstellt werden. «Es besteht kein dringender Bedarf für die Sanierungen, wir sind auf einem sehr hohem Niveau, sodass gewartet werden kann.»

Ein «Nullsummenspiel»

Das Budget 2016 lässt sich mit demjenigen des vorigen Jahres vergleichen. «Inhaltlich können wir zufrieden sein mit dem Budget, es bleibt mehr oder weniger stabil. Das Aufgeführte ist realistisch und realisierbar. Die Abweichungen sind erklärbar», führte Gemeindepräsident Patrick Schlatter aus. Die Umstellung auf HRM2 sei der Grund für die höheren Abschreibungen.

«Diese Umstellung war keine einfache Geschichte. Alle Konten müssen dafür aufgeteilt und neu zusammengefügt werden.» Das HRM2 hat nach Schlatter eine bessere Aussagekraft. Getrübt werde dieser Gewinn etwas dadurch, dass es mehr Papier benötige, was nicht ökologisch sei.

Mit der Annahme des neuen Gesetzes über den Finanz- und Lastenausgleich erhält Oberdorf 176 400 Franken im nächsten Jahr. Doch mit diesem Gesetz wurde auch der Staatsbeitrag an die Lehrerbesoldung geändert; neu werden sogenannte «Schülerpauschalen» verrechnet. Mit diesem Modell gibt es für die Gemeinde eine leichte Verschlechterung, doch der Finanzausgleich gleicht aus, sodass wie Schmitter erklärt, ein «Nullsummenspiel» entstünde.

Der Rechnungsabschluss 2015 war sehr erfolgreich und Fredy Schmitter wagte am Montagabend eine vage Prognose, dass, wenn es so weiterginge, in den nächsten Jahren vielleicht über eine Steuersenkung gesprochen werden könne.