«Wir wollen unser Dorf durch richtungsweisende Projekte attraktiv gestalten», wies Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold zu Beginn der Gemeindeversammlung auf vielerlei Aufgaben und Vorhaben hin. Zu nennen seien die Neubauten von Dreifachturnhalle und Vereinspavillon, die längerfristige Schulraumplanung, die Zentrumsentwicklung und die familienunterstützenden Angebote.

«Nicht ganz so rosig wie im Vorjahr» sehe deshalb das Budget aus, das einen Aufwand von 15,4 Mio. Franken aufzeigt. Trotz Steuereinnahmen von 10,3 Mio. Franken wird mit einem Minus von rund 137'000 Franken gerechnet. Mit grossem Einsatz hatten zuvor der Gemeinderat und Finanzverwalter Roland Kummli in den Budgetlesungen den Aufwandüberschuss bereits reduziert. Der Gemeindepräsident begründete das Haushaltdefizit mit Mehrausgaben bei einigen Positionen wie im Sozialbereich und in dem mit rund 200'000 Franken geringerem Beitrag aus dem Finanz-und Lastenausgleich auf neu 687'000 Franken. Die Gemeinde investiert jedoch 5,03 Mio. Franken.

Unveränderte Steueranlage

Einverstanden waren die 57 anwesenden stimmberechtigten Frauen und Männer mit dem unveränderten Steuerfuss von 128 Prozent. «Eine Steueranlage von 125 Prozent wäre natürlich reizvoll, geht jetzt leider nicht. Aber wir studieren im Gemeinderat immer daran herum, wie es umzusetzen wäre», erklärte Hans Ruedi Ingold. Nach wie vor gut gepolstert durch Eigenkapitalien bleiben die drei Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfall. Die Versammlung hiess den gemeinderätlichen Antrag zum Budget einstimmig gut.

Zuvor hatte sich ein Votant ausführlich die Planungen rund ums «Wurzeli» und um den ins Auge gefassten Erwerb einer Liegenschaft zur möglichen Erweiterung des Schulhauses erläutern lassen. Kein Problem stellte auch der von Peter Glutz vorgestellte Kredit von 230'000 Franken für die Sanierung des Eibenwegs dar.

Planungsausgleich genehmigt

Vizegemeindepräsident Michael Kummli erklärte die vom Regierungsrat beschlossenen Abgaben zum Planungsausgleich (PAG). Sofern ein Grundstück beispielsweise aus der Landwirtschaftszone in die Bauzone «aufgezont» wird, soll der beim Verkauf entstehende Mehrwert zu insgesamt 40 Prozent abgeschöpft werden. Zur Hälfte aufgeteilt ist der Betrag zwischen Kanton und Gemeinde. Nicht betroffen von dieser Abgabe sind «Aufzonungen» von W2 zu W3. Stimmbürger Josef Ingold bemängelte die «etwas dürftig abgefasste» Dokumentation, die zu wenig über die Verwendung der neuen Geldquelle aussage.

Einstimmig folgte die Versammlung dem Vorschlag des Gemeinderates, das Pensum des Schulleiters von 70 auf 80 und dasjenige des Schulsekretariats von 35 auf 50 Prozent anzuheben. In den letzten Jahren habe sich durch Verschiebung der Aufgaben auf die lokale Ebene wie beispielsweise in der Frühförderung viel Mehrarbeit in Kindergarten, Primarschule und Musikschule ergeben. Durch den Wandel der Gesellschaft kämen zudem unterschiedlichste soziale Fragen und die Schaffung von Tagesschulstrukturen auf die Leitung zu. «Dies neben der Organisation des Schul-KMUs» , würdigte der Gemeindepräsident die als erfolgreich beurteilte Arbeit im Subinger Schulwesen.

Fusionen möglich

Die Versammlung erhielt Informationen zur möglichen Gründung einer Aktiengesellschaft Wasserversorgung Wasseramt. Sie soll zum Jahresbeginn 2020 die Netze von Derendingen und dem äusseren Wasseramt zusammenführen. Die Preise sollen sich für Wasserbezüger nicht ändern.

Gemeinderätin Agnes Roth stellte den Stand der Dinge bezüglich Zusammenschluss der beiden Sozialregionen Wasseramt-Ost und Wasseramt-Süd dar. Eine Machbarkeitsstudie bezeichnet dieses Zusammengehen als sinnvoll. Berufen zur Vorbereitung dieser gemeinsamen Organisation mit Start 2020 sind eine Steuergruppe und eine Fusionsgruppe.

Vorwärts geht es auch bezüglich Bau der Dreifachhalle am Oberstufenzentrum OWO. Der Entwurf der Verträge zwischen Gemeinde und dem Verbandsrat liegt gemäss Gemeindepräsident vor. In den nächsten Tagen wird der endgültige Standort der Hallen festgelegt, die Subingen baut und ans OWO vermietet. Die gesamte Koordination liegt in Händen der kommunalen Bauverwaltung und der Hallenkommission. Der Bau des Vereinspavillons, der an die Architekten Fluri Gisler Partner vergeben wurde, soll zur 750-Jahr-Feier der Gemeinde Subingen eröffnet werden.