Leitbild

In Schnottwil soll vermehrt verdichtet gebaut werden

Schnottwil

Schnottwil

Wie sieht das Dorf Schnottwil im Jahre 2032 aus? Wie wird das räumliche Leitbild 2013 umgesetzt? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Bevölkerung am Informationsanlass über die Ortsplanungsrevision.

«Der ganze Prozess der Ortsplanung ist relativ langwierig und braucht Zeit», erklärte Monika Mennel von der Firma BSB+Partner Ingenieure und Planer AG. Denn bereits 2013 beschloss der Gemeinderat, die Ortsplanungsrevision auszulösen. Grund dafür sind unter anderem die Vorgaben, welche vonseiten des Bundes und des Kantons bestehen. Als eine der Wichtigsten dieser Vorschriften gilt das neue Raumplanungsgesetz. «Als eines der Hauptanliegen dieses Gesetzes gilt die Siedlungsentwicklung nach innen, auch verdichtetes Bauen genannt», so Mennel. Bestandteil der Ortsplanungsrevision ist einerseits der Bauzonenplan, welcher das ganze Siedlungsgebiet regelt.

Des Weiteren gehören das Zonenreglement, der Gesamtplan, welcher alle Gebiete ausserhalb der Wohnzone umfasst wie landwirtschaftliche Flächen oder Wälder, sowie der Erschliessungsplan, welcher die Strassenhierarchien festlegt, dazu. Die Ausgangslage bildete das räumliche Leitbild 2013, welches vor drei Jahren von der Gemeindeversammlung abgesegnet worden war und die räumliche Entwicklung für die nächsten 20 Jahre vorgibt. «Es gibt uns ein Bild von oben, wohin wir in Zukunft steuern möchten», erklärte Mennel.

Ein wesentliches Ziel ist die von der Gemeinde selbst auferlegte Bestimmung, um rund 0,8 Prozent jährlich zu wachsen, was sich in etwa mit den Zahlen des Kantons deckt. Denn gemäss den kantonalen Statistiken soll die Bevölkerung Schnottwils bis ins Jahr 2032 von heute 1090 auf 1250 Einwohner ansteigen, was einer jährlichen Zunahme von zirka 10 Personen entspricht. «Das bedeutet, dass wir im Jahr etwa vier Haushaltungen mehr haben, wenn wir von durchschnittlich zweieinhalb Personen pro Haushalt ausgehen», sagte Gemeindepräsident Jürg Willi.

Bauernhäuser einfacher umnutzen

Zudem möchte man Hand bieten bei der Umnutzung ehemaliger Ökonomiegebäude. «Wenn ein Bauer seinen Landwirtschaftsbetrieb aufgibt, dann soll dieser die Möglichkeit erhalten, eine Einzonung zu machen, damit ein Mehrnutzen für das Gebäude zulässig wird», sagte Mennel.

Durch die Umnutzung von ehemaligen Bauernhöfen im oder in unmittelbarerer Nähe zum Siedlungsbiet soll auch das verdichtete Bauen gefördert werden. Als weitere Massnahme wurden im Zonenreglement sogenannte Nutzungsboni festgelegt.

Das bedeutet, dass eine Mehrfachnutzung bei den Parzellen eingeführt wurde, indem auf der gleichen Parzelle zusätzliche Wohneinheiten geschaffen werden dürfen. Auch die zulässige Ausnützung wurde erhöht, wodurch in Schnottwil zukünftig um 10 Prozent höher gebaut werden darf als bisher. Hingegen sind eingeschossige Bauten in der Kernzone nicht mehr gestattet und es muss neuerdings mindestens zweigeschossig gebaut werden.

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