Der Vergleich mit dem Vorjahresbudget und der Rechnung 2016 zeige, dass sich Schnottwil bei den meisten Positionen auch beim Budget 2018 wieder Plusminus im gleichen Rahmen bewege, erklärte Vizepräsident Markus Wälti. Ein Blick auf die Ausgaben zeigt, dass die beiden Bereiche Bildung und soziale Sicherheit zusammen genau die Hälfte ausmachen.

Davon sind rund 80 bis 90 Prozent fixe Ausgaben, die von Kanton oder Bund vorgegeben sind und kaum Spielraum bieten. «Aber auch hier bewegen wir uns im Trend der letzten Jahre», sagte Wälti. Kontinuierlich leicht ansteigend sind seit Jahren dafür die Beiträge an den Spitex-Verband Bucheggberg.

Im Gegensatz dazu sind die Erträge aus dem Finanz- und Lastenausgleich stetig am Sinken. «Die guten Ergebnisse wirken sich hier negativ aus», sagte Finanzverwalter Roland Derendinger. Neu kommen nach diesem Jahr die Mietzinse der umgesiedelten Post hinzu, welche mit 24'250 Franken zu Buche schlagen. Dies führt dazu, dass die Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 10'760 Franken schliesst. Der Steuerfuss bleibt gleich.

Investieren ins Wasser

Der Gemeinderat plant Nettoinvestitionen von insgesamt 1.112 Mio. Franken im kommenden Jahr. Besonders stark ins Gewicht fällt der Bereich Wasserversorgung, welcher mit rund 400'000 Franken deutlich höher ausfällt als im Vorjahr, wo sich die Kosten auf rund 50'000 Franken beliefen. «Wir haben noch Eigenkapital beim Wasser, es ist daher noch nicht akut», sagte Derendinger, «aber das müssen wir im Auge behalten».

Die Gründe dafür sind unter anderem aufgeschobene Investitionen wie die Umsetzung der baulichen Massnahmen bei den Schutzzonen Sagiquellen. Gemeindepräsident Stefan Schluep fügte an, dass die Investitionen nicht etwa nötig seien, weil Schnottwil ein altes marodes Netz habe, sondern aufgrund der vielen Erweiterungen und Erschliessungen. «Da muss man halt immer gleich viel Geld in die Hände nehmen», so Schluep.

Das Kapital, welches die Gemeinde für Investitionen zur Verfügung hat ohne sich fremd zu verschulden, beträgt im Budget 2018 rund 454 000 Franken. «Wenn die Investitionen kommen wie budgetiert, dann wird es eine zusätzliche Fremdverschuldung geben», sagt der Gemeindepräsident. Der Selbstfinanzierungsgrad von Schnottwil wird dann nur noch 40,9 Prozent betragen. «Alles, was unter 50 Prozent ist, wird vom Kanton als grosse Neuverschuldung gewertet», erklärte Wälti. Und auch die Nettoverschuldung pro Einwohner wird von heute 758 Franken bis 2020 auf 2315 Franken massiv steigen.

Asylkreis aufgekündigt

Die Gemeinde Biezwil hat dem Schnottwiler Gemeinderat die definitive Kündigung der Zusammenarbeit im Asylkreis Schnottwil, Biezwil, Lüterswil-Gächliwil zugestellt. Dies löste im Gemeinderat einige Verwunderung aus. «Für mich war die Sache eigentlich bereits erledigt, da die Kündigung ja schon einmal erfolgte», sagte Ursula Brüllhardt, Vorsteherin Soziales. «Wenn man kündet, dann kann man nachher nicht noch ‹definitiv› künden». Allerdings bestehe noch Klärungsbedarf im Zusammenhang mit den Wohnunterkünften. Konkret geht es um Mietkosten. «Sie haben zwar den Vertrag gekündigt, aber uns länger nicht die Zustimmung für die Aufkündigungen der Wohnungen gegeben», sagte Brüllhardt. Nun ist eine Kündigung der Wohnungen erst auf Ende Januar möglich. «Das hätte man verhindern können», so Brüllhardt. Zusätzlich fallen noch Strom- und Reinigungskosten an, deren Bezahlung unter den Gemeinden geregelt werden müsse.

Dennoch bedauert man in Schnottwil den Entscheid zur Auflösung und hofft, dass sich die Gemeinden in der Zukunft in diesem Bereich wieder annähern können. Betroffen von der Auflösung des Asylkreises sind rund 22 Personen. 10 Personen sollen nach Biezwil übertragen werden, während Lüterswil-Gächliwil gemeinsam noch 12 Asylanten beherbergen werden.