Kinderumzug
In Luterbach spukts bei Sonnenschein

Der Kinderumzug in Luterbach lehrte den zahlreich erschienenen Zuschauern das Fürchten. Das Motto lautete nämlich «Bi üs spukt’s».

Fabiana Seitz
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Die Erst- und Zweitklässler spukten als Gespenst durch die Strassen. Das Motto des Umzugs: «Bi üs spukts»
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Die Erst- und Zweitklässler spukten als Gespenst durch die Strassen.
Die Erst- und Zweitklässler spukten als Gespenst durch die Strassen.
Eine Fledermaus auf dem Kopf
Die Erst- und Zweitklässler spukten als Gespenst durch die Strassen.
Die Erst- und Zweitklässler spukten als Gespenst durch die Strassen.
Wandelnde Geisterschlösser der fünften und sechsten Klasse
Wandelnde Geisterschlösser
Wandelnde Geisterschlösser
Die Rhytmus-Spinnen
Hexen der dritten Klasse
Trolle des Kindergartens
Trolle des Kindergartens
Trolle des Kindergartens
Kinderumzug in Luterbach
Trolle des Kindergartens
4.Klässler mit einem Spuktunnel
Bildete das Schlusslicht des Umzugs: Das Spukschloss der Chessler Zunft

Die Erst- und Zweitklässler spukten als Gespenst durch die Strassen. Das Motto des Umzugs: «Bi üs spukts»

Hanspeter Bärtschi

Auch in der fünften Jahreszeit kann es unheimlich werden. Denn dies geht nicht nur an Halloween bei Mondschein, sondern auch an der Fasnacht bei Sonnenschein. Anlässlich des Kinderumzuges machten gestern Nachmittag schaurig-schöne Kreaturen die Strassen von Luterbach unsicher.

Unter dem Motto «Bi üs spukt’s» zog der Kinderumzug von der Ruchackerstrasse bis zum Schulhausplatz, wo ein wohlverdientes Zvieri auf die Kinder wartete. Mit von der Partie waren einerseits die verschiedenen Luterbacher Zünfte wie die Strümpfli Zunft, die Luterbacher Obernarren Vereinigung (LOV) und die Chessler Zunft, andererseits die Primarschule Luterbach vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse. An Fantasie mangelte es trotz einheitlichem Motto nicht: Von wandelnden Geisterschlössern und musikalischen Rhythmusspinnen über schaurige Hexen und einen langen Spuktunnel bis zu Gespenstern und Trollen war alles vorzufinden. Eine bunte Truppe, stets begleitet von passendem Soundtrack wie «Ghostbusters».

RIP Chessler Zunft

Schlusslicht des Umzugs bildete das Spukschloss der Chessler Zunft, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Jubiläum feiern darf. Doch nebst dem runden Geburtstag wartete auch eine weniger gute Nachricht: Die Chessler Zunft wird sich nach dieser Fasnacht auflösen. RIP stand deshalb auch gut ersichtlich auf ihrem Wagen. «Nach so einer langen Zeit verändern sich die Interessen und Prioritäten. Und man wird halt auch nicht jünger», sind sich Thomas Sutter und Hausi Rothenbühler, zwei der Zunft-Gründer einig. Doch es sei eine Zeit gewesen, die sie nicht missen möchten.

Egal ob als Torte, Atomkraftwerk oder Matterhorn – insgesamt 16 Mal war die Chessler Zunft mit einem Wagen am Kinderumzug dabei. «Wir tüftelten jeweils gut zweieinhalb Monate an unseren Wagen für den Umzug herum.» Doch weshalb investiert man so viel Zeit, um während 45 Minuten durch Luterbachs Strassen zu ziehen und danach alles wieder abzubauen? Ganz einfach: «Es macht Freude, den Leuten eine Freude zu machen.» Ein kleiner Trost bleibt Luterbach trotzdem erhalten: Einige der Chessler Zünftler wollen die Chinderchesslete in Zukunft weiterhin organisieren – denn auch so kann man den Leuten eine Freude machen.