«Nach ein paar Jahren haben wir nun wieder einmal einen Ertragsüberschuss, und zwar 361'548 Franken, das ist sehr erfreulich», betonte Kurt Hediger, Ressortleiter Finanzen. Budgetiert ist ein Gesamtaufwand von 17,2 Millionen Franken, die Rechnung basiert auf dem aktuellen Steuerfuss von 130 Prozent. «Jetzt ist es einfach an der Zeit, dass wir die Steuern senken», erläuterte Hediger in Anbetracht des guten Resultats.

Drei Prozente möchte man reduzieren, denn ein Steuerprozent beträgt im Moment etwa 80'000 Franken. Wenn die Rechnung also 240'000 Franken schlechter aussähe, hätte man trotzdem noch ein Plus von rund 120'000 Franken. Auch mit kleinen Änderungen entspräche dies noch einer schwarzen Null, das wäre vertretbar. Sollte die Rechnung in den nächsten Jahren dann doch wieder schlechter aussehen, müsste man halt auch den Mut haben, die Steuern wenn nötig wieder zu erhöhen.

Auf Urs Rutschmanns Frage hin, ob auch fünf Prozente drin liegen würden, verneinte Hediger jedoch. So käme man ins Minus, und es wäre ausserdem umso schwieriger, wenn dann wieder erhöht werden müsste. Finanzverwalter Reto Frischknecht ergänzte zudem: «Das Ergebnis sieht zwar gut aus, aber allzu fest ausflippen dürfen wir nicht!» Ein Grund für das gute Ergebnis sei nämlich, dass die Schule in diesem Schuljahr eine Klasse weniger führe. Nächstes Jahr komme aber wahrscheinlich wieder eine dazu. Auch die guten Steuereinnahmen der juristischen Personen seien nicht unbedingt nachhaltig und könnten sich sofort wieder ändern. Als dritten Grund für das erfreuliche Ergebnis gibt der Finanzverwalter den Minderaufwand bei Zinsen von Darlehen an. Die Senkung auf 127 Prozent wurde von allen begrüsst. Die Gemeinderatskommission war sich einig, dass das Budget auf die zweite Lesung hin mit diesem Steuerfuss erstellt werden soll.

Ein weiterer Pluspunkt des Voranschlags ist, dass die Gebühren für Wasser, Abwasser und Abfall ebenfalls gesenkt werden können. Die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung schliessen mit sehr hohen Ertragsüberschüssen, bedingt durch den Wasserverbrauch und die entsprechend hohen Gebühren von Biogen, so Reto Frischknecht.

«Ein bisschen mehr Kopfzerbrechen verursachen allerdings die Investitionen», unterstrich Kurt Hediger. Diese seien mit 3,3 Millionen Franken unglaublich hoch und müssen unbedingt gesenkt werden, denn so viel könne man nicht investieren. Bei Nettoinvestitionen von 3,3 Millionen Franken betrüge der Selbstfinanzierungsgrad lediglich fünfzig Prozent. «Das heisst, dass wir die Hälfte von diesen 3,3 Millionen als Fremdkapital aufnehmen müssten», so Hediger. Ziel sei es nun, die Investitionen zu halbieren, sodass ein Selbstfinanzierungsgrad von hundert Prozent erreicht werden könnte. Dass dies nicht ganz einfach sei, formulierte auch Reto Frischknecht in seiner Botschaft. Voraussichtlich werden einige Investitionen fremdfinanziert werden müssen, die Verschuldung steigt an.

Einsparungsmöglichkeiten bei den Investitionen, aber auch in der laufenden Rechnung werden nun noch geprüft, sodass das Budget am 29. Oktober zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet werden kann.

Im Weiteren hat die Gemeinderatskommission das neue Feuerwehrreglement einstimmig genehmigt. Darin enthalten ist auch eine neue Versicherungslösung für alle Angehörigen der Feuerwehr.