Dorfhalle

In Lommiswil werden Blechtöne und Zirkusnummern gemixt

Zora Brändle zeigt am Vertikaltuch ihre Künste, begleitet von der Musik der Brassband Lommiswil.

Zora Brändle zeigt am Vertikaltuch ihre Künste, begleitet von der Musik der Brassband Lommiswil.

Der gemeinsame Auftritt der Brassband mit dem Kinderzirkus Pitypalatty hat das Publikum in der Dorfhalle Lommiswil begeistert.

Ein paar vorwitzige «Rotnasen» vom Kinderzirkus Pitypalatty kamen in die Dorfhalle gerannt und wollten ihr Training absolvieren. Plötzlich merkten sie, dass sie mitten ins Konzert der Brassband Lommiswil geplatzt und dass sogar Zuschauerinnen und Zuschauer anwesend waren. Auf der Bühne inspizierten die Jugendlichen verschiedene Instrumente.

Nachdem Dirigent Roger Müller vergeblich versuchte, sie zu verscheuchen, lud er sie schliesslich zu einem gemeinsamen Auftritt ein. Während acht Mitglieder der Jugendband gekonnt «Best of Andrew Lloyd Webber» vortrugen, kamen die Zuschauenden in den Genuss von Yves Blankarts Diabolokünsten. Auch den «Baby Elefant Walk» vermochten die Nachwuchstalente unterstützt von Posaune und Euphonium bravourös vorzutragen.

Als die Formation der Brassband bereit war, stiegen zwei Clowns auf das Dirigentenpult und packten abwechselnd den Taktstock. Sofort erschallte Katzenmusik. Darauf bereitete Dirigent Roger Müller dem Spuk ein Ende und liess das Stück «The Elephant» zum Ohrenschmaus werden. Anschliessend kam das Publikum in den Genuss von «Fanfare Diversions», dem Wettbewerbsstück für den Bezirksmusiktag vom 20./21. Mai in Flumenthal. Da können die Lommiswiler nur die Daumen drücken.

Wie genial sich Konzert und Zirkus vereinbaren lassen, zeigte sich, als zu den Klängen von «Russian Circus Musik» die drei Einradkünstlerinnen Céline Schaad, Annika Hermann und Anna-Lena auftraten und elegant durch die Halle kurvten. Zu den Klängen von «Oh mein Papa» durfte Pitypalatty-Clown Maxime Crivelli auf seiner Trompete – sehr gekonnt – mitspielen.

Ab in die Höhe

Ein weiteres Stück der Brassband wurde mit einer Jongliereinlage von Lena Wirz und Dea Eberli mit Bällen und Keulen unterstützt. Während Charles Chaplins «Limelight» hielten viele den Atem an. Denn Zoë Loosli und Zora Brändle am Vertikaltuch vermochten gekonnt das Publikum im Saal zu unterhalten.

Die Leistung der Brassband wurde dadurch fast ein bisschen zur Hintergrundmusik degradiert, obwohl das Stück perfekt vorgetragen war. Ähnlich erging es dem Stück «Heniek», als im Vordergrund Severin Schader und Andrei Mayer am Vertikalseil ihre Künste zum Besten gaben.

Der tosende Applaus jedenfalls konnte der Brassband noch eine Zugabe entlocken. Es war eine ambitiöse Idee, Zirkus und Musik zusammenzubringen, die funktionierte.

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