Gemeindeverwalter Kurt Kohl erklärte den 43 stimmberechtigten Beteiligten der Gemeindeversammlung im Konzertsaal die Jahresrechnung 2017. Bei einem Ertrag von 18,9 Millionen Franken und einem Überschuss von rund 4000 Franken dürfe man von einer Ziellandung sprechen.

Das Schönste daran sei, dass sich die 2016 vorhandenen Schulden von über einer Million auf nur noch 158'000 oder 42 Franken pro Einwohner reduziert haben. Der Selbstfinanzierungsgrad beläuft sich auf fast 180 Prozent, weil sich etliche bewilligte Projekte der Investitionsrechnung (1,2 Millionen statt budgetierter 2 Millionen Franken) verzögerten.

Kohl, der alle Abweichungen in den mehrheitlich unter Budget abgeschlossenen Konten der Erfolgsrechnung begründete, zeigte auf, dass nur die Bildung (5,2 Millionen Franken) und die gesetzliche Sozialhilfe (3,3 Millionen Franken) teurer ausfielen.

Die Versammlung stimmte allen Kreditüberschreitungen zu und genehmigte die Rechnung einstimmig. «Mit diesem Ergebnis verschaffen wir uns eine gute Ausgangslage für unser grosses Vorhaben zur Schulraumerweiterung», sagte Gemeindepräsident Hans-Peter Berger.

Kostenmässig auf Kurs

Der Gemeindepräsident informierte weiter über den Stand der Planungen zur Schulraumerweiterung. Am 26. Mai hatte der Gemeinderat das Projekt inklusive Kostenvoranschlag genehmigt. Im Juli soll das Baugesuch publiziert werden und Mitte November die Vergabe wesentlicher Arbeiten stattfinden. Berger dankte für das Wohlwollen der Bevölkerung, die für den Bau mit immer grösserer Kostengenauigkeit rechnen darf.

Aktiv geht die Gemeinde gegen ein Problem vor, das sich in vielen Kommunen zeigt: der Mangel an Hausärzten. Für Sanierung und Umbau der bestehenden Praxis im zweiten Stock des Gemeindehauses bewilligte das Plenum auf Antrag des Gemeinderates einen Nachkredit im Rahmen der Investitionsrechnung in der Höhe von 167'000 Franken.

Künftig werden nach Aufgabe der Zahnarztpraxis im letzten Jahr auf der gesamten Fläche der zweiten Etage drei Allgemeinpraktiker und Fachärzte Innere Medizin tätig werden, um der Bevölkerung eine medizinische Grundversorgung vor Ort anzubieten. Die Mieter – in der Versammlung vertreten durch den Mediziner Andreas Betschart – tragen mit 170'000 Franken zu den Gesamtkosten von 346'000 Franken für Umbau, Sanierung und werterhaltende Arbeiten bei.

Der Mietvertrag soll in diesem Sommer abgeschlossen werden. Eine Votantin regte in der einzigen Wortmeldung des Abends die Fixierung des Mietvertrags für die Dauer von 20 Jahren an. «Wir schreiben darin besser aber die geschäftlich üblichen zehn Jahre fest», entgegnete Berger. Die Versammlung war damit und mit dem Nachkredit zugunsten der Hausarztpraxis Weissenstein einverstanden.

Der Aufhebungsbeschluss zu Organisation, Durchführung und Kontrolle der Feuerungsanlagen, die ab 1. Juli vom Kantonalamt für Umwelt wahrgenommen wird, passierte ohne Stellungnahme aus dem Plenum. Aufmerksam gemacht wurde auf veränderte Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung, die noch per Inserat im Azeiger publiziert werden. Als besondere Dienstleistung bleibt die Verwaltung künftig am Mittwochnachmittag von 13.30 bis 18 Uhr offen.