In Hüniken sollen 75 000 Franken für die Umstellung auf Glasfasern investiert werden. Die Koaxialkabel seien in die Jahre gekommen und die Gemeinschaftsantenne Region Herzogenbuchsee ist dabei, in all ihren angeschlossenen Gemeinden die Netze zu modernisieren. Der Grundsatzentscheid für dieses Vorhaben wurde bereits vor drei Jahren gefasst, nun wurde der nötige Kredit einstimmig genehmigt. Rund 30'000 Franken können für das Vorhaben aus der Spezialfinanzierung entnommen werden.

Man habe sich dazu entschlossen, die Glasfasern bis in die Häuser hinein zu ziehen, so Daniel Wodey (Mitglied Baukommission und Delegierter in der GA Herzogenbuchsee). «Die Glasfasern werden in die Rohre der Elektra eingelegt. Im Gegenzug darf die Elektra später die Glasfasern nutzen, wenn dies nötig sein sollte», so Wodey.

Die Investition in das neue Netz sollte nach rund zehn Jahren amortisiert sein. «Die Unterhaltskosten dürften ebenfalls geringer werden.» Details sollen an einer Orientierung im Januar oder Februar geregelt werden. Nicht alle Einwohner in Hüniken sind Kunden der GA Region Herzogenbuchsee. Diese können dann zwar vom besseren Netz profitieren, müssten aber den Anschluss bis ins Haus selber finanzieren.

Kleiner Ertragsüberschuss

Obwohl Hüniken im Bereich Bildung 25'000 Franken mehr aufwenden muss, schliesst das Budget 2016 mit einem Ertragsüberschuss von 3000 Franken. Das freut Gemeindepräsident Jürg Schibler. «Es ist das erste Mal in meiner Amtszeit, dass wir einen Ertragsüberschuss budgetieren.» Finanzverwalter Peter Felder erläuterte den 27 anwesenden Stimmberechtigten das neu gestaltete Budget. Hüniken könne vom neuen Finanz- und Lastenausgleich profitieren. Dafür erhalte die Gemeinde mit der Umstellung auf die Schülerpauschalen weniger Geld.

Als einen speziellen Posten hob Felder die 12000 Franken für die Sanierung der Flurwege heraus. Rund 5 Kilometer gebe es in Hüniken, so Schibler. Damit man von Subventionen profitieren könne brauche es ein Konzept. «Deshalb lassen wir alle Flurwege aufnehmen.» Schibler machte klar, dass der Bildungsbereich in Hüniken den grössten Teil des Budgets ausmache. «Die Bildung ist aber nicht als solche teurer geworden.». Die Umstellung auf die Schülerpauschalen verteure die Schule für die Gemeinde.

«Hüniken ist im Umbruch», so Schibler weiter. Er sprach damit die Bautätigkeit an. Zwar würden neue Einwohner auch Steuereinnahmen bringen. Viele Kosten die vonseiten des Kantons, aber auch von der Sozialregion, dem Zivilschutz oder der Feuerwehr abgerechnet werden, würden aber auch per Einwohner abgerechnet. «Wir bezahlen rund 3000 Franken pro Einwohner.» Budget und Steuersatz wurden einstimmig genehmigt.

Post in Etziken bald zu?

Im Traktandum Mitteilungen informierte Jürg Schibler darüber, dass die Poststelle in Etziken in Überprüfung sei. Die Zahl der Briefe, Pakete und Einzahlungen habe seit dem Jahr 2000 drastisch abgenommen. Der Gemeinderat Etziken und die Post seien in Verhandlungen.

Kurz wurde auch über die Bereiche Feuerwehr und Zivilschutz orientiert. Die Feuerwehr müsse 2017 oder 2018 ihr Fahrzeug ersetzen. Und im Zivilschutz dürfte es einen weiteren Zusammenschluss geben, da die heutige Region einwohnermässig zu klein sei.

Vizegemeindepräsident Kuno Leuenberger orientierte über die Schule. Immer noch unklar sei, wie es in der Regionalschule äusseres Wasseramt (rsaw) weitergehe. Der Regierungsrat will, dass die heutigen vier Schulstandorte zusammengelegt werden. Die Gemeinden wehren sich dagegen. «Es ist nun eine Studie erstellt worden, die sich vor allem der baulichen und finanziellen Aspekte annimmt.»

Diese sollte im Januar veröffentlicht werden», so Leuenberger. Danach folgen die Diskussionen in den Gemeinderäten. «Wir sind in der Frage relativ neutral, da wir keinen Schulstandort haben», so Schibler. Positiv steht Hüniken dem Bau einer zweiten Turnhalle beim Oberstufenzentrum OZ13 in Subingen gegenüber. Eine solche sei in Diskussion, es gebe aber noch kein konkretes Projekt.
Nach Versammlungsschluss ging es zum zweiten und sogenannten gemütlichen Teil der Gemeindeversammlung, der in Hüniken «noch fast wichtiger ist», wie Schibler betonte.