Kriegstetten

In Harmonie mit dem Kirchenbau: Der geplante Neubau nimmt dominanten Platz im Dorf ein

Das Bauernhaus wird abgebrochen und die geplanten Neubauten müssen Rücksicht auf das Erscheinungsbild der Kirche mit ihrem Turm nehmen.

Das Bauernhaus wird abgebrochen und die geplanten Neubauten müssen Rücksicht auf das Erscheinungsbild der Kirche mit ihrem Turm nehmen.

Der Gestaltungsplan «Linde» ermöglicht den Bau von Alterswohnungen im Zentrum des Dorfes. Das Grundstück befindet sich allerdings an einer für das Ortsbild heiklen Stelle.

Die Alterswohnungen in Kriegstetten können wohl schon bald realisiert werden. Der Regierungsrat hat den Gestaltungsplan «Linde» und die damit verbundene Änderung des Erschliessungsplanes genehmigt. Der Gestaltungsplan wurde für GB Nr. 65, ein Grundstück an der Hauptstrasse, direkt gegenüber der katholischen Kirche, erstellt. Auf dem Areal steht heute noch ein Bauernhaus, das 1880 erbaut wurde.

Das Grundstück liegt zudem in der Ortsbildschutzzone. Weil dies eine für das Ortsbild sensible Stelle ist, dauerte die Planung mehrere Jahre. Vorgabe des Amtes für Raumplanung war, dass eine künftige Bebauung auf die städtebauliche Umgebungssituation, die vorhandenen Ortsbildqualitäten und insbesondere auch auf die Stellung und Prominenz der St. Mauritius-Kirche reagieren muss. Die Kirche ist klassizistisch gestaltet und wird vom grossen Turm dominiert.

Abbruch oder nicht?

Die Kirche und das heute noch bestehende alte Bauernhaus bilden eine Art Platz. Lange Diskussionen gab es darum, ob das alte Bauernhaus erhalten werden soll. Schliesslich einigten sich die beteiligten Parteien darauf, dass ein Abbruch möglich ist, wenn ein «städtebaulich adäquater, qualitativ hochstehender Ersatz» – so steht es im Regierungsratsbeschluss – vorliegt, der in einem Qualitätsverfahren erarbeitet wird.

In fünf Workshops wurde eine Grundlage erarbeitet, an der sich der Gestaltungsplan «Linde» orientiert. Er sieht eine bewusst zeitgemäss gestaltete Überbauung mit drei Baukörpern vor, welche in Stellung und Volumen auf die Situation reagieren und sich nach Meinung der Fachleute mit ihrer architektonischen Gestaltung ins Ortsbild integrieren. Die Zone wird zudem neu in die Wohnzone W3 mit Flachdach umgezont.

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