Zuchwil

In ein paar Tagen kommt wieder Leben in die Eishalle

Eismeister Paul Schwab sitzt im Wagen und spritzt Wasser.

Eismeister Paul Schwab sitzt im Wagen und spritzt Wasser.

Noch bis Freitag wird im Sportzentrum Eis für die neue Saison hergestellt. Diese startet am Sonntag. Es wird gekühlt, was das Zeug hält, damit die Halle in Zuchwil wieder bereit ist für Hockeyspieler und co., denn die Reservationen sind schon da.

«Hier ist es 1,4 Zentimeter tief und da 1,8 Zentimeter», verkündet Eismeister Paul Schwab, der mit einem Stäbchen die Dicke des Eises misst. Im Kanton gibt es ein paar wenige Orte, bei denen es trotz der heissen Temperaturen kalt ist. Einer von ihnen ist die Eishalle in Zuchwil, wo seit letzten Sonntag Eis für die neue Saison gemacht wird. Bis zum Beginn des Hockeycamps am Sonntag, womit traditionell die Saison eröffnet wird, muss alles bereit sein. Vom Energieverbrauch her ist eine Eisdicke von 2,5 bis 3,5 Zentimeter ideal, was auch dem Sollwert entspricht.

«Eigentlich haben wir schon am Mittwoch vor einer Woche mit den Arbeiten begonnen», beschreibt Eismeister Marc Münger. «Der Boden war zu warm, weswegen dieser vor dem Eismachen noch gekühlt werden musste.» Wegen des heissen Wetters war die Temperatur über zwanzig Grad angestiegen. So musste beim Kühlen langsam vorgegangen werden, um den Boden nicht zu beschädigen. Eine Arbeit, die mehrere Tage in Anspruch nahm.

Die Temperatur des Bodens sollte letztlich gemäss Sollwert –6 Grad betragen. Um das Eis zu machen, wird als nächster Schritt Wasser gespritzt, dabei wird jedesmal gewartet, bis die geschüttete Menge getrocknet ist. Am Montag wurde die Bahn sechsmal gegossen.

Dach isoliert gut

Trotz der Hitze verhält sich der Energieverbrauch nach Münger im Mass. Eine genaue Zahl in Kilowatt kann er nicht nennen, da diese von Tag zu Tag variiere. «Zum Kühlen und Eismachen musste viel Energie verwendet werden», erklärt Münger. «Sobald jedoch die entsprechenden Bedingungen hergestellt worden sind, hält sich der Verbrauch in Grenzen.» Dies nicht zuletzt weil das neue Dach gut isoliere. «Wichtig ist, dass die Hitze draussen bleibt, deswegen bleiben die Eingänge zur Eishalle fest verschlossen.» Bis zu den Herbstferien sind nur Vereine für Trainings oder Spielanlässe zugelassen, Privatpersonen können die Eishalle noch nicht benutzen. Diese klingt bei diesen Temperaturen nach einem angenehmen Aufenthaltsort, doch Münger relativiert: «Sobald man nach draussen kommt, wird man von der Hitze fast erschlagen.»

Zwei Eismeister machen das Eis

Vor der Wintersaison arbeiten von drei Aushilfen und vier Eismeistern zwei Eismeister in der Halle. So wurde auch das Eis zu zweit hergestellt. Doch trotzdem gibt es Wochen, in denen reger Betrieb herrschen wird. Das Camp, für das sich rund 120 Kinder und Jugendliche angemeldet haben, ist ein Beispiel. «Auch in der ersten Augustwoche ist alles ausgebucht», erklärt Münger zufrieden, der sich darüber freut, dass nun wieder Leben in die Eishalle kommt.

Von Montag bis Ende Woche werde in der Halle von 8 Uhr morgens bis 21.30 Uhr immer etwas los sein. Ein eingebauter Sensor, der auf die Reservationsliste reagiert, reguliert dabei mit einer Vorlaufszeit von achtzig Minuten die Temperatur des Eises, da die verschiedenen Sportarten nicht die gleiche Härte des Eises benötigen. Eiskunstläufer trainieren beispielsweise auf fast einem Grad wärmerem Eis als Hockeyspieler.

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