Gerlafingen
In der Zielmatten soll das Wohnen möglich werden

Rechtzeitig bevor die Planungszone ausläuft, hat der Gemeinderat Gerlafingen die Auflage der Teilzonenplanänderung Zielmatten beschlossen.

Rahel Meier
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Am 3. Juni läuft die Planungszone aus, darum wird nun eine Teilzonenplanänderung aufgelegt.

Am 3. Juni läuft die Planungszone aus, darum wird nun eine Teilzonenplanänderung aufgelegt.

Byland Urs

Der Gemeinderat Gerlafingen hat einstimmig beschlossen, die Teilzonenplanänderung Zielmatten öffentlich aufzulegen. Damit wird die Planungszone ersetzt, die vor drei Jahren über das Gebiet gelegt wurde und die am 3. Juni ausläuft. Das Gebiet Zielmatten ist ein sogenanntes Schlüsselareal für Gerlafingen. Dies unter anderem auch wegen seiner Grösse von rund 4 Hektaren. Im räumlichen Leitbild, das im Jahr 2017 verabschiedet wurde, wird vorgeschlagen, dass das Gebiet partiell umgezont wird. Es soll nicht mehr nur als Gewerbezone, sondern als «vitales Misch- und Wohngebiet» dienen.

Im Leitbild vorgespurt

Die Zielmatten gehört nach heute gültiger Nutzungsplanung zur Gewerbezone. Neu soll sie zu rund einem Drittel einer Wohnnutzung zugeführt werden, ein Drittel soll gemischte Nutzung sein und ein Drittel weiterhin Gewerbenutzung. Das Gebiet grenzt fast ausschliesslich an reine Wohnzonen an. Diese sind mehrheitlich 2-geschossig und im Süden 4-geschossig. Schon im räumlichen Leitbild der Gemeinde wurde klar definiert, dass die Zielmatten im nördlichen Teil der Gewerbezone, im südlichen Teil der Wohnzone zugeteilt werden soll.

Die Wohnzone wird als dreigeschossig W3 definiert. Die Gewerbezone wird in die neu geschaffene G2 eingeteilt, in dieser ist bis zu 50 Prozent Wohnanteil zulässig. Versehen mit der Lärmempfindlichkeitsstufe ES III sind mässig störende Nutzungen zulässig. Explizit ausgeschlossen werden reine Verkaufsläden, nicht ortsansässige und neue Betriebe mit Lager- und Umschlagsfunktion und Betriebe, die ein Verkehrsaufkommen von mehr als 400 Fahrten pro Tag und Hektare ausweisen.

Zusätzlich werden zwei Perimeter mit Gestaltungsplanpflicht definiert, damit bei der Bebauung eine «städtebaulich gute Qualität» erreicht werden kann. Dabei wird beispielsweise auch verlangt, dass die Parkierung unterirdisch realisiert werden soll und dass ein Energie- und ein Entsorgungskonzept vorgelegt werden muss. Wegen der Integration in die Umgebung ist eine Flachdachpflicht vorgesehen. In der Zielmatten Nord wird grosses Gewicht auf die Gestaltung des Überganges zwischen den angrenzenden Zonen und Nutzungen gelegt. Im Süden muss eine Langsamverkehrsverbindung umgesetzt werden.

Einsprachen abgelehnt

Gegen den Teilzonen- und Gestaltungsplan «Hauptstrasse 20/22», der im März aufgelegt wurde, gingen zwei Einsprachen ein. Der Gemeinderat hat diese an seiner letzten Sitzung abgelehnt und reicht die Pläne beim Regierungsrat zur Genehmigung ein. Das alte Bauernhaus, das noch dort steht, soll abgerissen und durch eine «urbane Neubebauung» mit Wohnungen und Gewerberäumen ersetzt werden.