Tom Gantner und Alfred Maienfisch, die beiden Galeristen der Alten Brennerei in Unterramsern, haben sich im sechsten Jahr ihrer Galerietätigkeit zu einer Konzeptänderung entschlossen. Bisher zeigten sie jeweils im Sommer in der alten, schon fast morbiden Brennerei im Bucheggberg eine grosse Übersichtsausstellung mit verschiedenen Künstlern. Damit war die Ausstellungstätigkeit in Unterramsern beendet.

Ebenfalls zeigten sie im ehemaligen Arzthaus im Dorfkern von Biberist zweimal pro Jahr einen Einzelkünstler. Das Haus in Biberist wurde inzwischen in andere Hände übergeben, und damit ist dieser Ausstellungsort Geschichte. «Wir führen dafür jetzt in der Brennerei in Unterramsern drei Ausstellungen pro Jahr durch», sagt Tom Gantner. Es sei besser, die Ausstellungen auf einen Ort zu konzentrieren, setzt er hinzu. «Geplant ist jetzt jeweils eine kleinere Ausstellung im Frühling und im Herbst, sowie die grosse Gemeinschaftsschau – wie seit fünf Jahren gehabt – im Sommer.

Kaufmann: Blautöne

Von Patrick Kaufmann sind in einem Raum grossformatige, in starken Blautönen gemalte Gemälde zu sehen, in denen er ganz natürliche Formen wiedergibt. Kaufmann wurde 1971 in Balzers im Fürstentum Liechtenstein geboren. Nach einer Architekturlaufbahn studierte er an der Kunstakademie in Basel Philosophische Ästhetik und Freie Kunst mit Schwerpunkt Malerei. Heute lebt und arbeitet Patrick Kaufmann in Flums.

Seine Bilder zeugen von Detailversessenheit und hohem malerischen Können. Einfache, schlichte Formen lösen sich in Übergänge auf, werden zu organisch neuen Gebilde. Ein Sich-nicht-sattsehen-können stellt sich beim Betrachter ein.

Mazenauer: Schalk

Gabriel Mazenauer wurde 1970 in Wil SG geboren und lebt in Wigoltingen. Er absolvierte zunächst eine Schreinerlehre und danach eine Steinbildhauerlehre. Neben seiner künstlerischen Arbeit ist er auch als Lehrer an der Bildhauerschule in Müllheim und in Italien tätig.

In seinen grossen, über-grossen, aber auch kleinen Skulpturen greift er auf einfache Formen zurück: Stäbe, Quadrate, Kreise. Die Formen aber stellt er zu abenteuerlichen und verblüffenden Skulpturen zusammen. Immer ein wenig Schalk, immer ein wenig Verwegenheit – wie weit kann der Künstler gehen, bis die Skulptur ästhetisch, aber auch physikalisch an ihre Grenzen stösst?

Solt: Beton

Benjamin Solt, geboren 1978 in Winterthur und in Luzern lebend, ist Künstler, Maler sowie Farbgestalter. Seine Arbeiten stehen in einem sich abwechselnden Zyklus zwischen Zwei- und Drei-Dimensionalität.

Die Malerei nimmt die Formensprache der Architektur auf, indem Solt Verstrebungen, Balken oder Stahlgerüste malt, seine Wandskulpturen nehmen diese Motive auf, nehmen aber noch den Werkstoff der modernen Architektur auf: Beton.

«Die Alte Brennerei» Unterramsern, bis 30. April. Fr., 17–20 Uhr, Sa., 14–19 Uhr, So., 11–17 Uhr.