Seniorenbühne
In Biberist hatten Senioren Rückenschmerzen vom Zeitunglesen

Die pointierte Sketche der Seniorenbühne erfreuten an der Premiere über 300 ältere Leute. Der ökumenische Anlass mit der Seniorenbühne Biberist hat sich längst zum Höhepunkt der jährlichen Seniorennachmittage gemausert.

Agnes Portmann-Leupi
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Lys (Lilli Vogt) und Ida (Suzanne Gränicher) vermischen mit losen Zungen«Klatsch mit Salz» beim Kuchenmixen. zvg

Lys (Lilli Vogt) und Ida (Suzanne Gränicher) vermischen mit losen Zungen«Klatsch mit Salz» beim Kuchenmixen. zvg

«Gebe es einen Biberister Award, ich würde ihn der Seniorenbühne verleihen», sagte am Schluss lobend Pfarrer Christian Stephan. Er durfte mit Diakon Max Herrmann im Namen der reformierten und katholischen Kirchgemeinden samt den vielen Helfenden weit über 300 ältere Leute in der Biberena willkommen heissen.

Der ökumenische Anlass mit der Seniorenbühne Biberist hat sich längst zum Höhepunkt der jährlichen Seniorennachmittage gemausert. Die «Ländlerfründe Juragruess» trugen mit Schwyzerörgelis, Akkordeon, Klarinette und Bassgeige das Ihre zum fröhlichen Nachmittag bei.

Spielfreude und Herzblut

Die Anwesenden amüsierten sich über die sieben Sketche mit den erfrischenden Pointen. Ob «Bim Psychiater» mit der Patientin, die von der Wahnvorstellung einer Elefantenkuh geheilt zu sein scheint oder «Bim Doktor», dem Herr Meier die seltsamsten Krankheitsbilder – etwa Rückenschmerzen vom Zeitunglesen – schildert. Als knifflig erweist sich im Sketch «Adoption» die Suche eines Rentenehepaars nach einem eigenen Buben.

«Klatsch mit Salz» vermischten Ida und Lys mit ihren losen Zungen beim Kuchenbacken. Als Ehepaar «Chifler» entpuppte sich im «Chüngelibrote» ein bestandenes Ehepaar. Welch skurrile Ideen einsame Frauen entwickeln können, zeigte der Sketch «Möbliertes Zimmer zu vermieten». «Im Theaterbesuch» scheiterte Willis Idee kläglich, seine Frau Trudi zur Pünktlichkeit zu erziehen.

Regisseur Helmuth Zipperlen führte persönlich in die Geschichten ein. Die Spielfreude und das Herzblut der 20-köpfigen Seniorenbühne spiegelten sich wieder. «Vielleicht ist es die gefällige Stückauswahl, die gute Rollenverteilung durch den Regisseur, der herzliche Zusammenhalt untereinander, die Erleichterung mit den erstmals eingesetzten Kopfmikrofonen?»

Diese Gründe, mutmasste die mitspielende Pia Schwegler, könnten für die gelungene Vorstellung verantwortlich sein. Auch heuer dürfen sich wieder viele ältere Leute auf gemütvolle, heitere Nachmittage mit der Seniorenbühne freuen, ist sie doch bereits elfmal gebucht.

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