Leberberg

Im Notfall schnell einsetzbar: Zivilschutz übt 30 Wochen im Jahr

Der Zivilschutz verfügt über ein grosses und gut ausgebildetes Kader.

Der Zivilschutz verfügt über ein grosses und gut ausgebildetes Kader.

Gemeindepräsidenten aus Solothurn und Lebern lassen sich informieren. Der Zivilschutz ist nebst den Wanderwegen auch für medizinische Notfälle und Trümmerrettung zuständig.

Die Gemeinden im Leberberg sind grösstenteils der regionalen Zivilschutzorganisation Solothurn angeschlossen. Leiter Boris Anderegg nützte die Gemeindepräsidentenkonferenz, um seine Organisation zu präsentieren. 14 Gemeinden, rund 57'000 Einwohnerinnen und Einwohner und 407 Zivilschutzdienstleistende gehören zum RZSO. Der Kommandoposten der Organisation befindet sich im schöngrün. Acht Zivilschutzanlagen werden unterhalten. «Wir sind militärisch organisiert in Kompanien und in Zügen.»

Die Zivilschutzorganisationen haben einen genau definierten Leistungsauftrag. «Von früher her ist in den Köpfen verhaftet, dass wir vor allem Bänkli und Wanderwege bauen. Das können wir zwar auch, das ist aber nicht unsere Kernkompetenz», so Anderegg. Die Zivilschützer seien beispielsweise medizinisch ausgebildet, könnten aber auch im Katastrophenfall beigezogen werden. «Was wir immer wieder üben sind sogenannte Trümmerrettungen.» Der Vorteil des Zivilschutzes sei, dass die Organisation in aller Regel mit vielen Leuten über eine längere Zeit Hilfe leisten könne. Während 30 Wochen im Jahr finden Wiederholungskurse statt.
Anderegg ging auch noch kurz auf die Notfalltreffpunkte ein. Auch bei diesen ist der Zivilschutz involviert. «Wird ein Treffpunkt aktiviert, dann werden wir automatisch aufgeboten, sind vor Ort und betreuen alle, die sich dort einfinden.»

Inva mobil wirbt für Vereinbarungen

Inva mobil transportiert Menschen, welche den öffentlichen Verkehr nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen nützen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Personen dauernd auf eine solche Dienstleistung angewiesen sind, oder nur vorübergehend. Die Fahrzeuge von Inva mobil sind speziell auch auf die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl ausgerichtet. Brigitta Galli (Geschäftsführerin) warb in der Gemeindepräsidentenkonferenz für ihre Organisation. Inva mobil hat einen Leistungsvereinbarung mit dem Kanton. Zusätzlich schliesst die Non-Profit-Organisation Vereinbarungen mit Gemeinden ab. «In diesen Gemeinden werden die Fahrten subventioniert und wir verrechnen unseren Fahrgästen die gleichen Preise wie für eine IV-Fahrt.» In den Gemeinden ohne Vereinbarung zahlen die Benutzer höhere Preise. Je nach Grösse der Gemeinde würden diese mit einer Vereinbarung mit Beträgen zwischen 200 Franken jährliche (beispielsweise Flumenthal) bis 2000 Franken (Selzach) oder 5000 Franken (Grenchen) belastet. «Die Subvention geht nicht an die Inva mobil, sondern an die Benutzer des Fahrdienstes, meist an Senioren», so Galli deutlich.

Bei Inva mobil arbeiten zurzeit 34 Fahrerinnen und Fahrer, zwei Zivildienstleistende und fünf Personen in der Verwaltung. Das sind laut Galli insgesamt 25 Vollzeitstellen. 23 Fahrzeuge sind auf vier Standorte im Kanton verteilt. Der Umsatz der Organisation beläuft sich auf 2 Mio. Franken.

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