Recherswil/Gerlafingen
Im Neubau kann das «Pergola» doppelt so viele Plätze anbieten

Das Alters- und Pflegeheim Pergola kauft in Recherswil Land und baut neu. Dadurch kann die Kapazität verdoppelt werden.

Rahel Meier
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Das Alters- und Pflegeheim liegt im Zentrum von Gerlafingen und hat heute keine Möglichkeiten mehr, sich räumlich zu vergrössern.

Das Alters- und Pflegeheim liegt im Zentrum von Gerlafingen und hat heute keine Möglichkeiten mehr, sich räumlich zu vergrössern.

Hanspeter Bärtschi

Das Alters- und Pflegeheim (APH) Pergola zieht von Gerlafingen nach Recherswil. Im Dorfzentrum soll ein moderner Neubau mit Platz für 50 Bewohnerinnen und Bewohner gebaut werden. Der Gemeinderat Recherswil hat an seiner letzten Sitzung dem Verkauf des Baulandes zugestimmt. Verläuft alles nach Plan, erfolgt die Baueingabe im Frühjahr 2019.

Das Alters- und Pflegeheim (APH) Pergola steht seit mehr als 30 Jahren mitten im Zentrum von Gerlafingen und stösst schon länger an seine Kapazitätsgrenzen. Am heutigen Standort an der Gewerbestrasse 10 gibt es keinerlei Möglichkeiten zum Ausbau. Die Verantwortlichen haben sich deshalb schon länger nach einem neuen Standort umgesehen und mehrere Optionen evaluiert. «Wir haben heute Platz für 23 Bewohnerinnen und Bewohner», bestätigt Steve Lutz (Mitglied Verwaltungsrat Pflegeheim Pergola AG). Im Heim gibt es Ein- und Zwei-Bett-Zimmer für stationäre Bewohner, Ferienbetten und Tagesplätze. Betreut werden auch Senioren mit Demenz. Die Bewohner kommen laut Lutz heute fast ausschliesslich aus der näheren Region.

Synergien nutzen

Mit dem Neubau in Recherswil würde die Kapazität verdoppelt. «Von den kantonalen Behörden haben wir grundsätzliches grünes Licht, dass wir die Bewilligung für die 50 Plätze im Neubau erhalten», so Lutz weiter. Selbstverständlich werde die definitive Betriebsbewilligung aber erst vor dem Einzug erteilt. Lutz rechnet mit einer Planungs- und Bauzeit von zwei bis drei Jahren. Im alten Gebäude in Gerlafingen komme das Heim nicht nur wegen der Grösse an seine Grenzen, auch der heute gängige Standard der Zimmer könne nicht mehr garantiert werden. Was nach dem Umzug mit der Liegenschaft passiert, weiss Lutz noch nicht. Sie gehört der AG.

Der Neubau in Recherswil wird privat finanziert. Neben den für den Heimbetrieb nötigen Räumlichkeiten soll auch ein Restaurant eingerichtet werden, das den Bewohnern und deren Besuchern dienen wird, aber auch der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das wiederum kommt der Gemeinde Recherswil entgegen. «Wir hatten von Anfang an den Wunsch, dass sich im Dorfzentrum ein Restaurant oder Café ansiedelt», bestätigt Gemeindepräsident Hardy Jäggi. Es werde zwar nun nicht auf den neuen Dorfplatz hin ausgerichtet, wie es ursprünglich die Idee war.

Neue Arbeitsplätze

Hardy Jäggi und die Arbeitsgruppe Dorfzentrum waren seit längerem mit den Verantwortlichen des APH Pergola im Gespräch. «Der alte Gemeinderat hat sich noch in der letzten Legislatur positiv geäussert und den Umzug des Heimes begrüsst. Die neu gewählten Gemeinderäte haben dies nun erneut getan», so Jäggi weiter. Die pflegebedürftigen Recherswiler Senioren seien heute in allen möglichen Institutionen untergebracht, teilweise sogar in Grenchen. «So gesehen ist das Heim sicher ein Vorteil für uns.» Die Wohnungen, die bisher im Dorfzentrum gebaut wurden, sind alle rollstuhlgängig und können deshalb auch von Senioren genützt werden. «Spezielle Seniorenwohnungen braucht es darum nicht unbedingt.» Jäggi freut sich zudem, dass das Alters- und Pflegeheim auch Arbeitsplätze ins Dorf bringe.

Das Baufeld B ist das dritte Baufeld, das im Recherswiler Dorfzentrum verkauft wurde. Nun steht noch eines zur Verfügung. «Wir wissen heute noch nicht, was dereinst dort hinkommt.» Der Leerwohnungsbestand im Kanton Solothurn sei hoch. «In Recherswil haben wir bisher zwar keine Probleme», so Jäggi. Trotzdem sei fraglich, ob es Sinn mache, noch mehr Wohnungen zu bauen.

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