Schnitzel Pommes frites sucht man vergebens auf der Speisekarte des neuen Pächters Daniel Valenti. «Ich will kein 08/15-Angebot», sagt der Wirt. Er hat vor kurzem das Restaurant Oeschbrücke, mit neuem Namen «Treffpunkt Restaurant Oeschbrücke», wiedereröffnet. «Es soll kein Gourmettempel werden, aber ein Angebot enthalten, das es nicht überall gibt.»

Auf der Speisekarte – geschrieben im Solothurnerdialekt – finden sich «Suuri Läberli» sowie Röstivariationen und Flammkuchen mit auserlesenen Zutaten. Oder etwa ein mariniertes Ross-Entrecote, gefüllte «Ofehärdopfü» und «Pouletflügeli» aus dem Ofen mit Curry und Honig. Auch die Vegetarier dürfen sich über Aussergewöhnliches freuen.

Zur Auswahl stehen zudem jeden Abend verschiedene frische Salate. «Vereine und Gruppen sollen aber auch ungeniert ein Bier trinken können», sagt Daniel Valenti. «Im Zentrum stehen die Begegnung, Freunde treffen, ins Gespräch kommen, sich wohlfühlen», zählt er auf. Um mit seinen Gästen Kontakt zu haben, übernimmt er jeweils von 16 bis 18 Uhr den Service. Später unterstützen ihn seine Lebenspartnerin, Silvia Ryser, und eine Angestellte.

«Warum eigentlich nicht ich?»

Als gelernter Koch hatte Daniel Valenti immer mit Gastronomie zu tun. An seiner letzten Stelle, in der Oltech Bildungswerkstätte in Olten, unterrichtete er in den Fächern Gastronomie und Reinigung. «Warum eigentlich dieses Restaurant nicht übernehmen?», dachte er irgendwann, als er von der verlassenen «Oeschbrücke» hörte.

Zumal er seit über 25 Jahren in Subingen lebt und in Politik und im FC vernetzt ist. «Ich habe die Leute gern, das Dorf hat einen eigenen Charakter», berichtet er. Also setzte er sich mit dem Besitzer, Christian Bay, in Verbindung und innerhalb dreier Tage war die Angelegenheit gedeichselt. Seine Lebenspartnerin, die selber ein eigenes Geschäft führt, hat ihn bei den Vorbereitungen zur Eröffnung tatkräftig unterstützt.

Ein Flair für alte Gegenstände

Daniel Valenti schwärmt geradezu vom alten Gebäude, in dessen Solothurner Gestein die Jahrzahl 1644 gehauen ist. Die Subinger nennen das alte Zollhaus liebevoll «Löchli». «Es hat sogar einst als Gefängnis gedient», weiss der Gastwirt. Alte, Geschichten erzählende Gegenstände – Radio, Uhr, Spiegel, Emailschilder, Telefon – finden sich auch im Restaurant.

Über den «Bockwagen», den er kürzlich erworben hat, freut er sich ganz besonders. Dieser steht nun, mit Blumen geschmückt, auf der Gartenterrasse. Für bunte Blumen ist auch die Badewanne aus Zink gedacht.

Öffnungszeiten im «Restaurant «Treffpunkt Oeschbrücke»: Di bis Do, 16 bis 23.30 Uhr, Fr und Sa 16 bis 24 Uhr. So und Mo geschlossen.