Einsiedelei

Im gefluteten Restaurant laufen Aufräumarbeiten auf Hochtouren

Letzten Freitag setzte die Kraft der Natur dem Restaurantbetrieb von Wirt Franz Aerni urplötzlich ein Ende. Die Wassermassen des angestiegenen Verenabachs überfluteten und zerstörten die gesamte Einrichtung. Die Aufräumarbeiten laufen.

Es ist ein trauriger Anblick. Im Restaurant Einsiedelei ist nichts mehr, wie es vorher war. Der Speisesaal ist komplett leergeräumt. Im Eingangsbereich stehen dutzende Tische, die Stühle sind daraufgestellt. Diverse Kabel von Putzmaschinen schlängeln sich durch die Räume. Im schummrigen Licht muss man aufpassen, dass man nicht darüber stolpert. Alles ist nass und dreckig. Weit und breit sind keine Gäste zu sehen.

Trotzdem läuft etwas. Wirt Franz Aerni telefoniert und man hört neben quietschenden Schuhen das Geräusch von Wasserabsaugern. Der angrenzende Verenabach plätschert ruhig vor sich hin. Im Nachhinein ist kaum vorstellbar, dass er die Schäden verursacht haben soll.

Die heftigen Regenfälle in den letzten Tagen führten zu einem stetig wachsenden Anstieg der Wassermenge. «Der Höhepunkt wurde am letzten Freitag erreicht», berichtet der Wirt. Da wurde aus dem Rinnsal in der Verenaschlucht ein reissender Bach. Das Wasser bahnte sich seinen eigenen Weg - mitten durch das Restaurant Einsiedelei. «Es blieb kaum Zeit, die Einrichtung in Sicherheit zu bringen. Auch die gerade speisenden Gäste wurden überrascht», erinnert sich Aerni zurück. Bitter: an jenem Abend feierte er mit Gästen das 37-Jahr-Jubiläum.

Restaurant Einsiedelei Rüttenen: Aufräumungsarbeiten nach Wasserschaden

Im Restaurant Einsiedelei sind die Aufräumungsarbeiten in vollem Gang. Der Wirt Franz Aerni gibt Auskunft.

Aufräumarbeiten sind in vollem Gang

Der Verenabach hat nun seine Kraft wieder verloren, die Wassermassen sind abgezogen. Was bleibt ist der Schaden.

Der Wirt wirkt bedrückt. Wann die Gäste wieder bedient werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. «Wir haben Holzböden und wissen nicht, was darunter ist.» Trotzdem bleibt er zuversichtlich und blickt optimistisch in die ungewisse Zukunft. Franz Aerni möchte sein Lebenswerk auf keinen Fall verlieren. «Alle Gäste sind beeindruckt von diesem Restaurant, es wäre schade, wenn es nicht mehr weiterginge.» Aus diesem Grund setze er momentan alles daran, den Betrieb wieder in Gang zu setzen.

Glücklicherweise werden die Kosten von der Versicherung übernommen. Dies sei ein kleiner Lichtblick. Zudem haben viele Stammkunden ihr Mitgefühl ausgedrückt, was Franz Aerni sehr freut. «Ich kann das gar nicht beschreiben. Ich hätte nie erwartet, dass die Leute so viel Verständnis zeigen und helfen wollen.» Je nach Verlauf der Aufräumarbeiten kann das Restaurant schon Ende Monat wieder seine Pforten öffnen. Alle packen mit an. Es wird fleissig geputzt und geschrubbt.

Restaurant Einsiedelei wird von Unwetter geflutet

Bilder vom überfluteten Restaurant

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