Postenlauf
Im Bellacher Wald gabs einen speziellen Osterweg für die ganze Familie

Ganz im Stillen – und eher für einen auserwählten Kreis an Freunden, haben über die Ostertage die 23-jährigen Eric Schneider aus Bellach und Lisa Tommasini aus Lüterkofen im Bellacher Wald einen Osterweg für Jung und Alt kreiert.

Lucilia Mendes von Däniken
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Der erste Posten des Osterpostenlaufs.

Der erste Posten des Osterpostenlaufs.

lmb

«Meine Freundin und ich wollten die Lockdown-Zeit für etwas Kreatives nutzen», erklärt der junge Bellacher, der an der HGK Basel Industrial Design studiert, während die diplomierte Textiltechnikerin Lisa Tommasini als Modeberaterin arbeitet. Da Eric Schneider bis vor kurzem auch als Jugileiter aktiv war, kennt er viele Bellacher Kinder und Familien. «Irgendwann hatten wir die Idee, einen Postenlauf zu kreieren», ergänzt er. Zusammen seien sie dann durch den Wald spaziert und hätten sich überlegt, wo man die zehn Posten so anbringen könnte, dass es nicht allzu viele Erklärungen braucht.

Osterhase Hoppel begleitet die Besucher durch den Wald. An jedem Posten gibt es eine kleine Aufgabe zu lösen. Mal muss man aus Naturmaterialien einen Hasen auf den Boden legen, am Mühlebächli soll ein Schiffchen gebastelt werden, es gibt Wissensfragen zu beantworten, eine Geschichte muss erfunden und ein Steinmannli gebaut werden.

Rund zwei Stunden dauert der Rundgang. Nicht in erster Linie, weil der Weg so lang ist, sondern vor allem auch, weil es im Wald und dem Bächli entlang viel Abwechslung und Beschäftigung für die Kinder gibt. An vielen Orten hat es Plätzchen für ein Picknick oder um kurz zu verschnaufen – zum Beispiel nachdem die Kinder den Eltern bei einem Vita-Parcours-Posten den Meister gezeigt haben.

«Uns ist es bewusst, dass man aktuell möglichst zu Hause bleiben sollte», wenden die beiden Initianten ein. «Darum haben wir auch nur im engsten Freundeskreis Werbung gemacht. Zudem haben wir alle darauf aufmerksam gemacht, dass auch auf dem Osterweg die Richtlinien des BAG eingehalten werden müssen.»

Ob sie den Weg im nächsten Jahr wieder errichten und so einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich machen wollen, steht noch offen. «Aber es tut schon gut zu merken, dass unsere Idee die Leute in dieser doch sehr speziellen Zeit etwas ablenken konnte», sind sich die Beiden einig.

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