Openair Etziken

Im Backstagebereich können sich die Musiker optimal vorbereiten

Normalerweise ist der Backstagebereich des Openair Etziken nicht zugänglich. Ein Blick am Tag vor den ersten Konzerten zeigt, dass alles getan wird, damit die Bands sich wohl fühlen und demzufolge tolle Konzerte geben.

Thomas Keller ist Herr über Essen und Getränke am Openair Etziken. Und damit auch ein wichtiger Mann im Backstage-Bereich. Die Musiker und Bands die am Openair auftreten sollen sich wohl fühlen. Nicht umsonst heisst es, Liebe geht durch den Magen. Insgesamt rund 120 freiwillige Helfer stehen Keller zur Seite. Sie arbeiten aber nicht nur backstage, sondern auch an den Ständen und Bars auf dem Festgelände oder in der Küche.

Im Backstage-Bereich des Openairs wird jedes Jahr ein Restaurant aufgebaut, in dem nur die Musiker Zugang haben. Hier gibt es ein Tischtuch, Servietten, Gläser und richtiges Geschirr. «Es soll freundlich und gemütlich wirken», so Keller. Ein kaltes Buffet und ein Salatbuffet ergänzen die drei verschiedenen Menüs, die es jeweils gibt. Gekocht wird vor Ort. In einem Küchenzelt. Rund 1000 Mahlzeiten werden dort pro Tag produziert, erklärt Keller. Einerseits für die Musiker, dann aber auch für die Sponsorenanlässe und für die Helfer. «Wir haben drei professionelle Köche hier.»

Wünsche werden wenn möglich erfüllt

Die Musiker melden ihre Wünsche jeweils im Voraus an. «Was möglich ist, erfüllen wir gerne.» In aller Regel seien die Musiker sehr anständig und es werde vor allem vor und während der Auftritte nur mässig Alkohol konsumiert. «Nach dem Konzert ist es aber durchaus üblich, dass sich ein Musiker beispielsweise einen Wodka oder einen Gin genehmigt. Und wenn wir dann die Lieblingsmarke bereit stellen können, gehört das zum Service und ist Teil davon, dass sich die Bands hier wohl fühlen sollen.»

Die Musiker haben zudem die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Ein ganzer Bereich ist dafür reserviert. Sechs Räume sind mit bequemen Sofas und Sesseln eingerichtet. Eine kleine Garderobe und ein Spiegel ergänzen das Mobiliar. Dort hat auch jede grössere Band ihren eigenen Kühlschrank, der so aufgefüllt ist, wie das gewünscht wird. «In diesem Bereich haben nur zwei unserer Helfer Zutritt, damit dort wirklich Ruhe ist.» Selbstverständlich gibt es auch eine Toilettenanlage und Duschen, die den Musikern zur Verfügung stehen.

Unmengen von Getränken werden ausgeschenkt

Rund 16'000 Liter Bier und mindestens eben so viel Mineralwasser, werden am Openair Etziken ausgeschenkt. 40'000 Mehrwegbecher sind im Umlauf. Fünf Getränkestände und die Kuba-Bar werden von Helfern des Openairs betrieben. Die restlichen Food- und Getränkestände werden von professionellen Gastrobetrieben geführt. «Nachdem das Gastroangebot vor einigen Jahren doch recht heftig kritisiert wurde, haben wir heute einen guten Stand erreicht», meint Keller. Es gebe kaum mehr Reklamationen.

In all den Jahren in denen Keller den Food-Bereich unter sich hat, wurde stetig versucht, die Abläufe zu optimieren. Das seien oft nur Kleinigkeiten. «Manchmal müssen wir ein wenig improvisieren», sagt Keller, der sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen lässt. Wichtig beispielsweise: Die Kühlwagen werden optimal bei den Getränke-Ständen positioniert. «Es kann nicht sein, dass wir mit einem Fass Bier durch alle Leute laufen müssen.»Ebenfalls prioritär sei, dass es hinter den beiden Bühnen immer genügend Wasser für die Musiker gebe.
Aber Essen und Trinken sind nur ein Teil der Utensilien die es braucht. Festbänke müssen gemietet werden. Es braucht Zelte, Zapfhahnen, Abfallbehälter, Matten, die auf dem Boden ausgelegt sind, Küchengeräte, Wärmhalteplatten für das Essen und Unmengen weiteres Material, bis hin zu Alufolie und Küchenpapier. Die Liste lässt sich beliebig ergänzen. Aber da läutet erneut das Telefon und Thomas Keller wird wieder gebraucht.

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