Gemeindeversammlung

Hüniken rechnet mit höheren Kosten wegen steigender Einwohnerzahlen

In Hüniken wird mit einem Zuwachs von 150 Personen gerechnet. (Archiv)

In Hüniken wird mit einem Zuwachs von 150 Personen gerechnet. (Archiv)

Die Gemeinde Hüniken rechnet für 2020 mit einem Budgetdefizit von 79'050 Franken.

Die 29 Beteiligten der Gemeindeversammlung – von Gemeindepräsident Jürg Schibler vertrauensvoll als «liebi Lüt» begrüsst – hatten kein befrachtetes Programm zu bewältigen. Denn zumindest nach aussen hin wirkt Hüniken stets wie eine friedliche Oase.

Auch das Budget, das Finanzverwalter Peter Felder vorstellte, barg keinerlei «Aufreger». Er erklärte, dass die wachsenden Einwohnerzahlen – gerechnet wird mit 150 Personen – zu einer Zunahme der Kosten in allen Bereichen führe, die anhand der Pro-Kopf-Zahl der Bevölkerung festgelegt wurden. Das sei mehrheitlich bei den nicht beeinflussbaren, durch Gesetz oder Zweckverbände vorgegebenen Budgetpositionen der Fall. In Hüniken betrifft dies mehr als Dreiviertel des Gemeindehaushalts.

Mit Eigenkapital den Aufwandüberschuss zahlen

Felder zeigte auch auf, dass die neue Aufteilung von Kosten zwischen Gemeinde und Kanton im Sozial- und Gesundheitsbereich fast kostenneutral verläuft. Der Gesamtaufwand liegt bei 629100 Franken, die bis auf den Aufwandüberschuss von 79'050 Franken durch Steuern und Finanzen im Betrag von 442'320 Franken, weitere Gebühreneingänge sowie 21'300 Franken aus dem kantonalen Finanzausgleich gedeckt sind.

In den Spezialfinanzierungen Antennen- und Kabelanlagen sowie Ab-/Wasser werden Überschüsse erwirtschaftet, beim Abfall wird ein «Zustupf» von 1500 Franken nötig sein, um die Rechnung auszugleichen. Bemerkenswert: Auch der Gemeinderat spart bei sich selbst, indem er seinen Kredit von 6000 auf 3500 Franken reduziert. Weil Hüniken ein solides Eigenkapital mit rund 660'000 Franken aufweist, gibt die finanzielle Lage trotz prognostiziertem Rechnungsverlust keinen Anlass zur Sorge. Aus diesem Grund stimmte die Versammlung auch der Beibehaltung der Steueranlage (110 Prozent für beide Kategorien) einstimmig zu. Nichts verändert wird an den übrigen Gebühren. Investiert wird mit brutto 58000 Franken in die Digitalisierung der Nutzungspläne. Netto schlagen diese Arbeiten noch mit 5000 Franken zu Buche.

20 Jahre lang besorgte Peter Felder die Finanzen

Als Revisionsstelle wird weiterhin die PKO-Treuhand, Kirchberg, amten. Im nächsten Jahr allerdings nicht mehr in Zusammenarbeit mit Peter Felder. Er wird zum Jahresende pensioniert. Jürg Schibler ehrte ihn für seine 20 Jahre zuverlässige und «perfekte» Arbeit für die Gemeinde. Vorgestellt wurde Daniel Amacher (Profitas) als sein Nachfolger. Kurz abgehandelt, wurde die geplante Fusion der Familien-, Mütter- und Väterberatung der Bezirke Wasseramt und Bucheggberg. Statuten und Vertrag fanden Zustimmung.

Die Gemeinde plant, die Brunnenmeisterarbeiten samt Reparatur schlecht funktionierender Wasseruhren an die EWD Derendingen zu übergeben. Schibler ging kurz auf die Grenzwertproblematik im Trinkwasser ein, die mit diversen Massnahmen der Wasserversorger bekämpft wird. Er hoffe, dass der Bund die Anwendung des Fungizids Chlorothalonil schnell verbietet.

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