Gemeindeversammlung

«Horriwil ist gut aufgestellt»

Die Gemeindeverwaltung Horriwil.

Die Gemeindeverwaltung Horriwil.

Die Gemeinde Horriwil hat eine positive Rechnung und hofft auf Entwicklung beim Bergacker.

An der Gemeindeversammlung in Horriwil kam bereits WM-Stimmung auf. Gemeindepräsident Martin Rüfenacht verglich die Gemeinde nämlich mit einer Mannschaft, die sich auf die Fussball-WM vorbereitet und kam dabei zum Schluss: «Wir sind gut aufgestellt, wir sind parat.» Die Mannschaft sei komplett und gut in die Legislatur gestartet. Das Spielfeld habe man abstecken können. Das Terrain beherrsche man, auch wenn es nicht immer vollkommen eben sei.

Die finanzielle Situation erlaube es zudem, nötige Investitionen rasch anzugehen, denn mit dem Rechnungsergebnis dürfe man in dem bewegten Jahr sicher nicht unglücklich sein. «Der Ertragsüberschuss von 331'000 Franken bei einem ursprünglich budgetierten Aufwandüberschuss von 55'000 Franken zeigt, dass wir gut unterwegs sind», betonte Martin Rüfenacht. Die 40 Stimmberechtigten haben die Rechnung bei einer Enthaltung ohne Gegenstimme genehmigt.

Die Steuererträge waren 2017 deutlich höher als erwartet. Und man habe Glück gehabt. «Das vorliegende Ergebnis ist nicht alleine unser Verdienst», erklärte Rüfenacht. Die Kosten bei vielen Partnern, Leitgemeinden und beim Kanton seien nämlich mehrheitlich geringer ausgefallen als budgetiert. 2017 wurde ausserdem weniger investiert, als geplant. Die Nettoinvestitionen betragen 243'000 Franken. Dies setzt sich aus der zweiten Etappe der Schulhaussanierung (182'000 Franken) sowie der Anschaffung von Hardware für die Schule (45'000 Franken) zusammen. Noch nicht realisieren konnte man die Sanierung der Hünikenstrasse. Das Projekt habe sich verzögert, weil man alle Anstösser einbeziehen wollte und teilweise Nachbesserungsbedarf festgestellt worden sei. Anfang 2019 will man mit der Sanierung starten.

Ratsmitglied Cyrill Spirig informierte zudem über die anstehende Sanierung der Flurentwässerung. Für diese Drainagen wurde bereits 2016 ein Bruttokredit von über 900 000 Franken gesprochen. Nun wurde das Projekt vom Kanton abgesegnet, diesen Winter will man die erste Etappe umsetzen.

Am Bergacker wird erschlossen

Ebenfalls einstimmig genehmigt wurde ein Bruttokredit von 272'000 Franken, mit welchem die Grundstücke GB 1251 und 1252 erschlossen werden sollen. Die Gemeinde tritt als Bauherrin auf und ist somit zuständig für die Verkehrserschliessung (162'000 Franken) und die Werkleitungserschliessung (110'000 Franken). Diese Kosten können aber zu hundert Prozent auf die Grundeigentümer übertragen werden. Diese seien ursprünglich mit dem Wunsch an den Gemeinderat gelangt, aus den beiden grossen Grundstücken sechs kleinere Parzellen zu bilden.

Der seinerzeit geplante Fussweg wird vorläufig nicht gebaut. «Nächstes Jahr steht die Ortsplanungsrevision auf dem Programm», betonte Cyrill Spirig, dann werde geprüft, ob der Weg sinnvoll ist.

Mit der Erschliessung der bebaubaren Parzellen kommt die Gemeinde ihrem Ziel ein Stück näher. Im Leitbild für die räumliche Entwicklung hält Horriwil nämlich fest, dass man von aktuell 870 Einwohnerinnen und Einwohner auf 1000 Personen wachsen möchte. Da das Bauland in der Gemeinde aber rar ist, wird die Erschliessung am Bergacker als Chance gesehen.

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