Biberist
Holzbaracke wird nach Brand abgerissen – Asylsuchende zügeln auf Bleichenberg

Die Biberister Asylunterkunft, die in der Nacht auf Mittwoch vollständig niederbrannte, wird abgerissen. Ein Neubau ist momentan nicht geplant. Die Bewohner sind mittlerweile ins kantonale Asylzentrum auf dem Bleichenberg gezügelt.

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Die Asylunterkunft wird abgerissen.

Die Asylunterkunft wird abgerissen.

Rahel Meier

Nach dem Brand in der Asylunterkunft in Biberist von Mittwochmorgen ist klar, dass das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist. Nach einem technischen Defekt in der Deckeninstallation war die Holzbaracke ausgebrannt.

Flammen schlagen aus der Asylunterkunft in Biberist
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Das Feuer brach um 3 Uhr in der Früh aus
Die Holzbaracke steht direkt an der Solothurnerstrasse
Die Strasse musste für den Verkehr bis 6 Uhr komplett gesperrt werden
Die Asylunterkunft am Morgen nach dem Brand
Nach dem Brand ist das Haus unbewohnbar geworden.
In der Fassade klaffen Löcher, die Holzbretter sind versengt oder verrusst.
Die Feuerwehr Biberist war mit einem kompletten Aufgebot vor Ort
Die Unterkunft wurde seit 19 Jahren betrieben.
In der Unterkunft waren alleinreisende männliche Asylbewerber untergebracht
Die Feuerwehrleute nach dem Einsatz
Eine Fahrspur ist am Morgen noch gesperrt
Der Brand führt zu Verkehrsbehinderungen

Flammen schlagen aus der Asylunterkunft in Biberist

Kapo SO

Der Sachschaden beträgt mehrere 10'000 Franken. Das Gebäude wird abgerissen, bestätigt Stefan Hug, Leiter zentrale Dienste in Biberist.

Ein neue Unterkunft als Ersatz werde voraussichtlich nicht gebaut. In der Zwischenzeit waren die zehn Asylsuchenden in der Militärunterkunft in Biberist untergebracht worden. Nun sind sie in das kantonale Asylzentrum auf dem Bleichenberg gezügelt. Dort besteht noch freier Platz.

Diese Unterkunft hatte der Kanton letztes Jahr eingerichtet. 30 Asylbewerber waren vergangenen Herbst dort eingezogen, vorwiegend waren es Familien aus Syrien. Dass es sich bei den neuen Bewohnern um alleinstehende Männer handelt, stelle vorderhand kein Problem dar, sagt Hug.

«Langfristige Lösung»

«Wir können uns vorstellen, dass dies eine langfristige Lösung ist und die Leute auf dem Bleichenberg bleiben werden», sagt Hug. Mit dem Kanton, der die Aussenstation der ehemaligen Strafanstalt Schöngrün von Landwirt Urs Zuber mietet, bestehe eine mündliche Vereinbarung.

Die Asylunterkunft auf dem Bleichenberg wird seit dem Frühjahr 2015 betrieben. 2009, als dieses Bild entstand, war es noch eine Gefängnis-Aussenstation.
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Aufenthaltsbereich
Im Wohnzimmer steht ein Töggelikasten
Die Küche
Asylunterkunft Bleichenberg Bild vor dem Einzug der Asylanten im April 2015 (6)
Die Schlafräume

Die Asylunterkunft auf dem Bleichenberg wird seit dem Frühjahr 2015 betrieben. 2009, als dieses Bild entstand, war es noch eine Gefängnis-Aussenstation.

Urs Lindt

Geplant ist, einen Untermietvertrag für die langfristige Unterbringung abzuschliessen. Dies sei jedoch von den Konditionen abhängig, die man mit dem Kanton aushandeln werde, so Hug. «Ich hoffe, wir finden eine gute Lösung.» (crs)